20 March 2026, 18:28

Wuppertals Stadtrat vertagt Haushaltsentscheidungen und Infrastrukturprojekte

Ein belebter Stadtplatz mit Menschen auf Stühlen sitzend und stehend, umgeben von Topfpflanzen, Metallabsperrungen, Straßenmasten mit Flaggen, einem Schild, Gebäuden mit Fenstern und einem bewölkten Himmel.

Wuppertals Stadtrat vertagt Haushaltsentscheidungen und Infrastrukturprojekte

Wuppertals Stadtrat verschiebt wichtige Entscheidungen zu Haushalt und Infrastruktur

Diese Woche hat der Wuppertaler Stadtrat zentrale Beschlüsse zum Haushalt und zu Infrastrukturprojekten vertagt. Sowohl das Bürgerzentrum Bergischer Löwe als auch das Jugendzentrum Q1 waren Gegenstand hitziger Debatten über Finanzierung und zukünftige Planung. Die politische Zusammenarbeit zwischen CDU, Grünen und SPD prägte die Diskussionen, doch blieben Meinungsverschiedenheiten über Kosten und Prioritäten bestehen.

Die Verwaltung schlug eine Modernisierung der Elektroanlagen im Verwaltungstrakt des Bergischen Löwen für 2,5 Millionen Euro vor. Alexandra Meuthen, Leiterin des Liegenschaftsamts, warnte, die aktuelle Anlage sei veraltet und durch Hochwasserrisiken stark gefährdet. SPD-Fraktionschef Klaus Waldschmidt hinterfragte, ob eine Teilsanierung sinnvoll sei, und plädierte stattdessen für ein Abwarten bis zu einem umfassenden Sanierungskonzept.

Unterdessen unterstützten der Jugendhilfe- und der Haushaltsausschuss vorläufige Brandschutz- und Elektroverbesserungen im Jugendzentrum Q1 am Quirlsberg. Zudem ist ein neues Jugendzentrum in Planung: 250 Quadratmeter Gemeinschaftsfläche sollen Pfadfindergruppen und dem Kita-Museum in der Oberen Hauptstraße zur Verfügung stehen. Die genauen Nutzungsbedingungen werden mit den künftigen Mietern abgestimmt.

Die CDU drängte auf erhebliche Kürzungen im Haushaltsentwurf von Oberbürgermeister Marcel Kreutz und benötigte dafür die Unterstützung von SPD und Grünen, um eine Mehrheit zu sichern. Alle drei Parteien einigten sich schließlich darauf, die Haushaltsabstimmung vorerst auszusetzen und die Beratungen auf die nächste Ratssitzung am kommenden Dienstag zu vertagen. Ein Umzug des Q1 in die Alte Zentralwerkstatt bleibt zwar im Gespräch, offiziell ist jedoch weiterhin das Zanders-Gelände als Standort vorgesehen.

In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Zusammenarbeit zwischen CDU, Grünen und SPD schrittweise verbessert. Anfangs blockierten ideologische Konflikte Projekte wie die Straßenbahnanbindung des Bergischen Löwen, doch seit 2023 treibt die Koalition sowohl Verkehrsmodernisierungen als auch neue Jugendeinrichtungen in der Stadt voran.

Durch die Verzögerung stehen die endgültigen Entscheidungen zur Elektrosanierung im Bergischen Löwen und zur Zukunft des Q1 nun für nächste Woche an. Vorläufige Sicherheitsmaßnahmen werden umgesetzt, während die langfristigen Pläne für beide Standorte weiter geprüft werden. Ausschlaggebend wird sein, ob das bürgerliche Lager in der anstehenden Sitzung die Finanzierungsstreitigkeiten beilegen kann.

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