24 May 2026, 06:41

Wohnungsnot in NRW: Tausende Studierende kurz vor Semesterstart ohne Dach über dem Kopf

Mangel an Wohnraum bei NRW-Studenten bleibt bestehen

Wohnungsnot in NRW: Tausende Studierende kurz vor Semesterstart ohne Dach über dem Kopf

Tausende Studierende in Nordrhein-Westfalen (NRW) kämpfen kurz vor Beginn des Wintersemesters mit der Suche nach einer Unterkunft. Lange Wartelisten und begrenzte Plätze in Studentenwohnheimen sorgen für Unsicherheit – besonders in Städten wie Aachen, Köln und Bonn.

Am dramatischsten ist die Situation in Aachen und Jülich, wo rund 11.000 Studierende auf einen Platz in einem Wohnheim warten. In Bielefeld müssen Bewerber:innen mit Wartezeiten von bis zu vier Semestern rechnen. In Siegen stehen etwa 700 Studierende auf der Warteliste, doch hier bieten private Mietwohnungen etwas bessere Chancen.

In Köln, Münster und Bonn hoffen noch zwischen 2.500 und 3.000 Studierende auf einen Wohnheimplatz. Die Mietpreise variieren stark: In Bielefeld beginnen die Zimmerpreise bei über 200 Euro, während in Köln im Schnitt 340 Euro inklusive Nebenkosten fällig werden. Studentenwohnheime bleiben zwar deutlich günstiger, doch das Angebot deckt bei Weitem nicht die Nachfrage.

Die Studierendenwerke in NRW machen für die Krise vor allem den mangelnden Wohnungsneubau verantwortlich – es fehle an bezahlbarem Bauland und Fördermitteln. Eine mögliche Lösung, die Umwandlung eines alten Parkdecks in Bonn-Auerberg in Wohnraum, stockt jedoch, da die Baugenehmigung noch aussteht.

Der Wohnungsmangel zwingt viele Studierende kurz vor Semesterbeginn zur Improvisation. Mit vollen Wohnheimen und hohen Mieten auf dem privaten Markt wächst der Druck auf Kommunen und Hochschulen. Ohne weiteren Wohnungsbau wird sich die Lage voraussichtlich nicht so schnell entspannen.

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