Witten entscheidet über die Zukunft des ehemaligen Wildschweingeheges am Hohenstein-Hügel
Angelo ReuterWitten entscheidet über die Zukunft des ehemaligen Wildschweingeheges am Hohenstein-Hügel
Über die Zukunft des ehemaligen Wildschweingeheges in Witten wird nächste Woche entschieden. Das Gelände am Hohenstein-Hügel steht seit Juli 2025 leer, nachdem die letzten Tiere im Rahmen einer Bejagungsaktion entfernt wurden. Nun müssen die Stadtverantwortlichen festlegen, wie es mit der einst beliebten Attraktion weitergeht.
Das Gehege war vor seiner Schließung 2023 ein bekanntes Wahrzeichen der Region. Jährlich zogen rund 50.000 Besucher dorthin, um die Wildschweine zu beobachten. Im Rahmen der regelmäßigen Bestandsregulierung wurden jedes Jahr etwa zehn Tiere erlegt.
Seit der letzten Bejagung im Sommer 2025 leben keine Wildschweine mehr auf dem Gelände. Die Stadtverwaltung hat nun einen Plan vorgelegt, das Areal in eine "experimentelle Forstzone" umzuwandeln. Dabei sollen seltene Baumarten gepflanzt werden, um ihr Wachstum zu erforschen.
Auch die politischen Parteien haben sich in die Debatte eingeschaltet. Die CDU schlägt vor, vor einer Entscheidung die Meinung der Bürger einzuholen. Die SPD unterstützt ebenfalls die Idee, die Anwohner an der Gestaltung der Zukunft des Geländes zu beteiligen.
Die endgültige Abstimmung findet am Montag, dem 23. Februar 2026, in der Ratssitzung statt.
Die Entscheidung des Stadtrats wird darüber bestimmen, ob aus dem Gelände ein Forschungswald wird oder eine andere Nutzung folgt. Je nach gewähltem Ansatz könnte die öffentliche Beteiligung eine Rolle spielen. Die Vergangenheit des Ortes als Touristenmagnet verleiht den Diskussionen zusätzliches Gewicht.