Wintersturm legt NRW lahm – während Politiker über Social-Media-Altersgrenzen streiten
Angelo ReuterWintersturm legt NRW lahm – während Politiker über Social-Media-Altersgrenzen streiten
Wintersturm behindert Verkehr in Nordrhein-Westfalen – während Politiker für strengere Sozialen-Medien-Altersgrenzen kämpfen
Ein Wintersturm hat in Nordrhein-Westfalen den Verkehr lahmgelegt: Glatteis auf den Straßen bremst den morgendlichen Berufsverkehr aus. Unterdessen fordern politische Spitzenkräfte in der Region schärfere Altersbeschränkungen für soziale Netzwerke – vergleichbar mit den Regeln für Alkohol und Tabak. Die Debatte gewinnt an Fahrt, nachdem Meta-Chef Mark Zuckerberg kürzlich in einem US-Prozess zu den Risiken von Sozialen Medien für Minderjährige aussagte.
Eisglätte und Verkehrschaos nach Schneefall Übernacht hatte es in Teilen Nordrhein-Westfalens geschneit, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt bildeten sich gefährliche Glättestellen. Pendler mussten mit Verspätungen rechnen, während Räumdienste die Straßen freikämpften. Die Landesverkehrsbehörde warnte Autofahrer vor anhaltend schwierigen Bedingungen im Tagesverlauf.
Forderung nach Sozialen-Medien-Sperre für unter 14-Jährige In einer anderen Entwicklung unterstützten Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und SPD-Landeschef Jochen Ott Pläne, Kindern unter 14 Jahren den Zugang zu sozialen Netzwerken zu verbieten. Wüst hatte in einem Februar-Interview den Bedarf an solchen Beschränkungen mit denen für Alkohol und Tabak verglichen. Das Land drängt die Bundesregierung, "Schutzzonen" für unter 16-Jährige einzurichten – konkrete Landesgesetze gibt es jedoch noch nicht. Als Kontrollmechanismus wird eine Altersverifikation über das EUDI-Wallet-System diskutiert.
Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund, dass Zuckerberg in einem US-Gerichtsverfahren einräumte, dass Kinder unter 13 Jahren auf Plattformen wie Instagram gelegentlich Altersprüfungen umgehen. Im Mittelpunkt des Prozesses steht eine Klägerin, die ihre Jugend-Sozialen-Medien-Sucht mit schweren Depressionen in Verbindung bringt. Zuckerbergs Aussage unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich unkontrolliertem Zugang Minderjähriger und psychischer Gesundheitsrisiken.
Trumps "Friedensrat" tagt erstmals – Fokus auf Gaza-Wiederaufbau Unterdessen kam in Washington der neu gegründete Friedensrat von Ex-Präsident Donald Trump zu seiner ersten Sitzung zusammen. Die Gruppe beriet über den Wiederaufbau des Gazastreifens und die Vorantreibung der zweiten Phase eines Waffenstillstandsabkommens. Trump behält als Vorsitzender ein lebenslanges Vetorecht über zentrale Entscheidungen.
Lidl vor Gericht: Werbeslogan soll Verbraucher getäuscht haben Vor einem deutschen Gericht begann zudem der Prozess gegen die Supermarktkette Lidl. Das Unternehmen wird beschuldigt, mit einer Werbeaussage Kunden irregeführt und gegen Wettbewerbsrecht verstoßen zu haben.
Gedenken an den rechtsextremen Anschlag von Hanau Heute jährt sich zum sechsten Mal der rechtsextreme Terroranschlag in Hanau, bei dem neun Menschen ermordet wurden. Im gesamten Rhein-Main-Gebiet finden Gedenkveranstaltungen zu Ehren der Opfer statt.
Während die nordrhein-westfälische Politik weiter für strengere Regeln in sozialen Netzwerken wirbt, fehlen bisher konkrete Umsetzungsschritte. Der US-Prozess gegen Meta zeigt indes, wie global die Sorgen um den unkontrollierten Zugang Minderjähriger sind. Gleichzeitig spiegeln aktuelle juristische und politische Entwicklungen – vom Lidl-Prozess bis zu Trumps Friedensrat – die Bandbreite an nationalen und internationalen Herausforderungen wider.