01 May 2026, 04:33

Willich verabschiedet Haushalt 2026 einstimmig – doch Streit um Kita-Gebühren bleibt

Eine belebte Stadtstraße mit Fahrzeugen, einem Fußweg auf der rechten Seite, Strommasten mit Drähten, Gebäuden, Bäumen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund, mit einem Gebäude mit der Aufschrift "Capas Public Market" im Vordergrund.

Willich verabschiedet Haushalt 2026 einstimmig – doch Streit um Kita-Gebühren bleibt

Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt für 2026 in Rekordzeit verabschiedet – alle Fraktionen stimmten einstimmig zu. Die Sitzung dauerte weniger als zwei Stunden, da sich jeder Redner strikt an die vorgegebenen fünf Minuten hielt. Trotz der zügigen Entscheidung zeigten die Debatten über Kindergartengebühren und Wohnungspolitik jedoch Spannungen unter der scheinbar reibungslosen Oberfläche.

Die Haushaltsberatungen begannen mit konkreten Sparvorschlägen der SPD. Dazu gehörten Kürzungen bei Projekten für Innenraumbegrünung, einigen Nachhaltigkeitsprogrammen sowie Mietzuschüssen. Zwar unterstützte die Partei den Gesamtentwurf, betonte aber die Notwendigkeit, nicht essenzielle Ausgaben zu reduzieren.

Eltern in Willich hatten zuvor Unmut über geplante Erhöhungen der Betreuungskosten geäußert. Der Rat beschloss schließlich, die bestehende Regelung beizubehalten, wonach ermäßigte Geschwistergebühren für den Kindergarten entfallen. Gleichzeitig wurde eine dauerhafte Anhebung der jährlichen Gebührenanpassung für Kitas beschlossen – von zwei auf drei Prozent. Der Jugendhilfeausschuss lehnte sowohl den Geschwistergebühren-Vorschlag als auch eine höhere Beitragsrate ab, sodass das bisherige System unverändert bleibt.

Die Grünen unterstützten den Haushalt, warnten jedoch vor der prekären Finanzlage der Stadt und forderten dringende Maßnahmen zur Stabilisierung der Haushaltsmittel. Die SPD lobte unterdessen die Einführung des Bauturbos, um den sozialen Wohnungsbau zu beschleunigen, kritisierte aber die Streichung des Zuschusses für das Deutschlandticket für anspruchsberechtigte Studierende.

Der Haushalt 2026 tritt nach der raschen und einstimmigen Verabschiedung im Juli in Kraft. Die Kindergartengebühren steigen moderat, aber dauerhaft, während Wohnungs- und Verkehrspolitik weiterhin umstritten bleiben. Die Beschlüsse des Rates spiegeln einen Balanceakt zwischen finanzieller Zurückhaltung und den anhaltenden Bedürfnissen der Bevölkerung wider.

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