03 March 2026, 14:13

Willich und Krefeld prüfen neue Verkehrsverbindung – doch wer zahlt die Rechnung?

Eine Schwarz-Weiß-Karte einer Stadt mit einem Fluss, beschriftet mit "Entwurfsprojekt für den Nahverkehr" auf der linken Seite, die Straßen, Autobahnen und andere Stadtmerkmale zeigt.

Willich und Krefeld prüfen neue Verkehrsverbindung – doch wer zahlt die Rechnung?

Geplante Verkehrsverbindung zwischen Willich und Krefeld: Machbarkeitsstudie soll Klärung bringen

Die geplante Verkehrsanbindung zwischen Willich und Krefeld kommt mit einer Machbarkeitsstudie einen Schritt voran. Lokale Politiker betonen jedoch, dass dieser Schritt weder eine Baufinanzierung noch einen Baubeginn garantiert. Vielmehr solle das Vorhaben in einem transparenten Verfahren auf seine Umsetzbarkeit geprüft werden.

Der von der SPD geführte Stadtrat hat die Verwaltung beauftragt, die mögliche Verlängerung der Strecke zu prüfen. Wie der SPD-Politiker Lukas Siebenkotten erklärt, sei die Studie ein "logischer und notwendiger Schritt". Ziel sei es, Kosten, Nutzen sowie Kreditmöglichkeiten für beide Städte zu bewerten.

Das Projekt war bereits in die Bedarfsanalyse für den ÖPNV in Nordrhein-Westfalen aufgenommen worden. Krefeld hatte zuvor vorgeschlagen, zunächst die landesweite Bewertung abzuwarten, bevor weitere Schritte unternommen werden. Nun löst der Rat mit der Prüfung des Vorhabens ein Wahlversprechen ein und setzt sich sachlich mit der Idee auseinander.

Die Frage der Kostenbeteiligung bleibt zentral: Ideal wäre eine hälftige Aufteilung der Ausgaben für die Machbarkeitsstudie zwischen Willich und Krefeld. Konkrete Entscheidungen über Baufinanzierung oder Bau stehen jedoch noch aus.

Die Studie soll eine detaillierte Analyse der praktischen und finanziellen Rahmenbedingungen liefern. Auf dieser Grundlage wollen beide Städte entscheiden, ob das Projekt weiterverfolgt wird. Derzeit stehe jedoch die sachliche Aufarbeitung im Vordergrund – nicht voreilige Zusagen.