03 March 2026, 03:08

Willich erinnert mit bewegender Zeremonie an die Opfer der Novemberpogrome 1938

Zwei Kränze mit Bändern hängen an der Seite eines Gebäudes, dahinter eine Gedenktafel für Holocaust-Opfer.

Willich erinnert mit bewegender Zeremonie an die Opfer der Novemberpogrome 1938

Willich gedenkt mit feierlicher Zeremonie der Novemberpogrome 1938

Am 9. November hielt Willich eine würdevoll gestaltete Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Novemberpogrome – auch bekannt als Reichspogromnacht – ab. Erster Bürgermeisterstellvertreter Guido Görtz führte durch die Veranstaltungen und positionierte sich deutlich gegen Antisemitismus, Hass und alle Versuche, die historische Bedeutung der Gewalt von 1938 zu verharmlosen.

Den Auftakt bildete eine Kranzniederlegung am örtlichen Mahnmal, mit der die Opfer der nationalsozialistischen Übergriffe geehrt wurden. Schülerinnen und Schüler der Willicher Robert-Schuman-Europaschule verlasen anschließend die Namen der Ermordeten und verliehen der Erinnerung damit eine persönliche, berührende Note.

Musikalische Darbietungen begleiteten die Veranstaltungen und schufen eine nachdenkliche Atmosphäre. Redner wie Franciska Lennartz, Dr. Leah Floh und Bernd-Dieter Röhrscheid reflektierten über das Erbe der Novemberpogrome und spannten den Bogen von der Vergangenheit zu heutigen Verantwortungen. Im Mittelpunkt stand die Zerstörung von rund 1.400 jüdischen Synagogen in ganz Deutschland während der Pogrome vom 9. auf den 10. November 1938.

Görtz beendete die Veranstaltungen mit einem Dank an die Organisatoren und Teilnehmer. Er betonte, wie wichtig es sei, das Gedenken wachzuhalten und gleichzeitig Toleranz, Menschlichkeit sowie demokratische Werte in der heutigen Gesellschaft zu stärken.

Die Gedenkfeier in Willich war zugleich eine Hommage an die Opfer und ein Appell zum Handeln. Indem die Stadt an die Gewalt von 1938 erinnerte, bekräftigte sie ihr Engagement gegen Hass und für eine Kultur der Offenheit. Durch die Verbindung von Musik, Reden und der Einbindung junger Menschen erreichte die Botschaft der Veranstaltungen ein breites Publikum.