28 June 2026, 02:25

Was wäre, wenn wir nur drei Meinungen pro Tag äußern dürften?

Schweigen ist Gold: Klaus Eckel hat eine Meinung

Was wäre, wenn wir nur drei Meinungen pro Tag äußern dürften?

Überall begegnen uns Meinungen – in Talkshows, in Online-Foren, überall. Die Menschen äußern sich heute zu fast allem, von globalen Konflikten bis hin zu belanglosen Debatten wie der Frage, ob Ananas auf Pizza gehört.

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Allein in der vergangenen Woche wurde der Autor mit einer Flut von Standpunkten konfrontiert: zum Nahen Osten, zu erneuerbaren Energien, zu Essensvorlieben. Angesichts dieser schieren Masse kam ihm ein radikaler Gedanke: Was wäre, wenn jeder Mensch nur noch drei Meinungen pro Tag äußern dürfte? Wer darüber hinausgeht, bräuchte die Erlaubnis einer Rebhuhnfamilie – ein Scherz, der die Absurdität der Idee unterstreicht.

Die Natur hingegen bietet eine seltene Zuflucht. Im Gegensatz zu uns Menschen urteilt sie nicht, äußert keine Ansichten. Der Autor stellt sich vor, wie es wäre, wenn Bäume und Flüsse sprechen könnten – und fürchtet, sie wären genauso meinungsfreudig wie wir. Selbst das achtsame Atmen, oft als Heilmittel empfohlen, überzeugt ihn nicht.

Die Idee, Meinungen zu rationieren, mag unrealistisch sein. Die Welt wird stets einen unerschöpflichen Vorrat davon haben. Und doch bleibt der Gedanke an ein stilleres, naturhafteres Dasein verlockend.

Quelle