24 May 2026, 08:27

Warum Politiker in Deutschland so wenig Vertrauen genießen – und was Kölns OB dagegen tun will

Verachten Politiker uns? Sogar: zu Recht?

Warum Politiker in Deutschland so wenig Vertrauen genießen – und was Kölns OB dagegen tun will

Eine aktuelle Umfrage hat gezeigt, dass Politiker zu den am wenigsten vertrauenswürdigen Berufen in den Augen der Öffentlichkeit zählen. Die Ergebnisse, die im vergangenen Jahr veröffentlicht wurden, basieren auf den Antworten von fast 1.000 gewählten Vertretern aus elf demokratischen Ländern. Nun möchte Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Tragweite dieser Befunde genauer verstehen.

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An der Studie nahmen 982 Politiker teil, darunter 178 Abgeordnete des Deutschen Bundestags. Ein Team aus 19 Forschern sammelte und analysierte die Daten, wobei alle Teilnehmer anonym blieben. Die Ergebnisse reihten Politiker neben Steuerbeamten, Journalisten und Versicherungsvertretern als einige der unbeliebtesten Berufe ein.

Henriette Reker, die 68-jährige parteilose Oberbürgermeisterin von Köln, bekleidet ihr Amt seit einem Jahrzehnt. An einem kürzlichen Morgen saß sie im Konferenzraum des Kölner Rathauses und sichtete die Umfrageergebnisse. Die Forschung zeigte einen deutlichen Trend: Das öffentliche Vertrauen in politische Vertreter bleibt in mehreren Ländern auf niedrigem Niveau.

Der Umfang der Umfrage beschränkte sich nicht auf Deutschland, sondern umfasste Ansichten aus elf Ländern mit etablierten demokratischen Systemen. Trotz unterschiedlicher politischer Kulturen zeigte sich das Muster des Misstrauens durchgehend. Rekers Interesse an den Ergebnissen spiegelt die breiteren Sorgen wider, wie gewählte Amtsträger von den Bürgern wahrgenommen werden, die sie vertreten.

Die Veröffentlichung der Umfrage im vergangenen Jahr lieferte konkrete Belege für die Skepsis der Bevölkerung gegenüber Politikern. Mit 982 Teilnehmern, darunter einer beträchtlichen Zahl aus Deutschland, bieten die Daten einen detaillierten Einblick in die aktuellen Einstellungen. Rekers Entscheidung, sich näher mit den Ergebnissen zu befassen, könnte ein Schritt sein, um die Kluft zwischen den Vertretern und den Bürgern, die sie regieren, zu verringern.

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