Volkstrauertag in Richrath: Schüler fordern Frieden und Erinnerungsarbeit
Ivan SchachtVolkstrauertag in Richrath: Schüler fordern Frieden und Erinnerungsarbeit
Rund 100 Menschen versammelten sich heute in Richrath zur zentralen Gedenkstunde am Volkstrauertag. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Versöhnung über den Gräbern – Einsatz für den Frieden" und ehrte die Gefallenen, während sie gleichzeitig zum Nachdenken über die langfristigen Folgen von Kriegen aufrief. Lokale Schülerinnen und Schüler sowie Vertreter der Stadt gestalteten die Feier mit Reden und Ehrungen.
Die Gedenkveranstaltung wurde von der Langenfelder Ortsgruppe des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge gemeinsam mit einer lokalen Internetplattform organisiert. Vier Oberstufenschüler der Bettina-von-Arnim-Gesamtschule traten ans Mikrofon und widmeten sich in ihren Ansprachen dem Thema "Krieg – Solidarität – Frieden in der Gegenwart – Verantwortung". Ihre Worte betonten die Notwendigkeit des Erinnerns und des gemeinsamen Engagements gegen Gewalt.
Im Mittelpunkt der Feier stand die feierliche Kranzniederlegung auf dem Friedhof. Die Anwesenden gedachten der Opfer bewaffneter Konflikte und hielten inne, um in stiller Andacht zu verweilen. Später richtete sich Bürgermeister Gerold Wenzens an die Versammelten und unterstrich die Bedeutung, das Leid des Krieges im kollektiven Gedächtnis wachzuhalten. Er lobte das Engagement der Jugendlichen und bezeichnete ihre Beiträge als wesentlichen Bestandteil der diesjährigen Botschaft.
Die Gedenkveranstaltung in Richrath endete mit einem erneuten Appell für Frieden und Versöhnung. Die Reden der Schülerinnen und Schüler sowie die aktive Teilhabe der Gemeinschaft zeigten, wie wichtig die fortlaufende Erinnerungsarbeit bleibt. Die Organisatoren hoffen, dass die Veranstaltung weitere Gespräche über die Folgen von Kriegen und den Wert von Solidarität anregt.