Verallia schließt Essener Glasfabrik – 310 Jobs in Gefahr und Stadt reagiert mit Notfallplan
Angelo ReuterVerallia schließt Essener Glasfabrik – 310 Jobs in Gefahr und Stadt reagiert mit Notfallplan
Die Verallia Deutschland AG hat bekannt gegeben, ihre Glasfabrik im Essener Werk zu schließen. Die Schließung gefährdet 310 Arbeitsplätze und hat scharfe Kritik von lokalen Verantwortungsträgern ausgelöst. Oberbürgermeister Thomas Kufen bezeichnete die Entscheidung als "herben Rückschlag" für die Wirtschaft und den Industriestandort Essen.
Das Essener Werk ist einer von vier Verallia-Standorten in Deutschland, neben Bad Wurzach, Neuburg an der Donau und Wirges. Bundesweit beschäftigt das Unternehmen über 1.400 Mitarbeiter, sodass mehr als 1.090 Stellen von der Schließung nicht betroffen sind. Weltweit zählt die Verallia-Gruppe rund 10.000 Beschäftigte.
Die Stadtspitze hat Gegenmaßnahmen angekündigt. Essen will eng mit dem Betriebsrat, der Verallia-Geschäftsführung und der Essen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG) zusammenarbeiten, um den betroffenen Mitarbeitern neue Perspektiven zu eröffnen. Gleichzeitig prüfen die Verantwortlichen Möglichkeiten, das Gelände für eine künftige wirtschaftliche Nutzung umzuwidmen.
Kufen betonte die Dringlichkeit von Unterstützung. Ziel sei es, die Folgen für die Belegschaft abzufedern und gleichzeitig langfristige Lösungen für die Region zu entwickeln.
Durch die Stilllegung entfallen 310 Arbeitsplätze in Essen. Nun konzentrieren sich die Bemühungen darauf, alternative Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen und das Werksgelände neu zu gestalten. Stadt und Unternehmen werden die Gespräche fortsetzen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen zu bewältigen.