25 May 2026, 02:26

Ulrike Guérot scheitert mit Klage gegen Plagiats-Entlassung an der Uni Bonn

Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot verliert erneut vor Gericht

Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot verliert erneut vor Gericht - Ulrike Guérot scheitert mit Klage gegen Plagiats-Entlassung an der Uni Bonn

Die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot hat ihren Rechtsstreit gegen die Universität Bonn verloren, nachdem sie wegen Plagiats entlassen worden war. Das Landesarbeitsgericht Köln bestätigte die Entscheidung der Hochschule und wies ihre Klage damit endgültig ab. Guérot, die durch ihre umstrittenen Positionen zum Ukraine-Krieg und zur COVID-19-Politik bekannt wurde, hatte sich seit Februar 2023 gegen ihre Entlassung gewehrt.

Die Universität Bonn hatte Guérots Stelle bereits Anfang 2023 gekündigt. Die Verantwortlichen stellten fest, dass sie im Rahmen ihres Bewerbungsverfahrens plagiierte Unterlagen eingereicht hatte. Das Arbeitsgericht Bonn gab der Universität in erster Instanz recht und bestätigte die Vorwürfe.

Guérot legte Berufung ein und brachte den Fall vor das Landesarbeitsgericht Köln. Der vorsitzende Richter Lothar Staschik begründete die Rechtmäßigkeit der Kündigung mit „unlauterem Verhalten“ während ihrer Bewerbung. Das Gericht wies ihre Argumente in zweiter Instanz zurück und machte die Entscheidung damit verbindlich.

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Jenseits ihrer akademischen Kontroversen bleibt Guérot eine polarisierende Persönlichkeit. Während der Pandemie erlangte sie Bekanntheit durch ihre Kritik an staatlichen Lockdowns und Gesundheitsmaßnahmen. Zuletzt sorgten ihre Forderungen nach sofortigen Friedensverhandlungen in der Ukraine für Aufsehen – Kritiker werfen ihr vor, die Rollen von Angreifer und Opfer im Konflikt zu verzerren. Zudem ist sie Autorin des Bestsellers „Wer schweigt, stimmt zu“.

Mit dem Urteil ist der Fall rechtlich abgeschlossen; Guérots Entlassung bleibt bestehen. Eine Rückkehr an die Universität Bonn ist für sie damit ausgeschlossen. Gleichzeitig sorgen ihre öffentlichen Stellungnahmen zu politischen und gesellschaftlichen Themen weiterhin für Diskussionen.

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