08 May 2026, 18:28

THEAS Theater wechselt Führung: Neue Intendantin setzt auf inklusive Projekte

Offenes Buch mit dem Titel "Das Theater: Eine monatliche Besprechung des Dramas, der Musik und der schönen Künste" mit sichtbarem Text und einem Logo auf der Seite.

THEAS Theater wechselt Führung: Neue Intendantin setzt auf inklusive Projekte

Das THEAS Theater steht vor einem Führungswechsel: Claudia Timpner gibt nach etwas mehr als einem Jahr an der Spitze ihr Amt ab. Ihre Nachfolgerin, Kornelia Eng-Huniar, übernimmt am 1. August 2023 die Leitung und bringt frischen Schwung in die renommierte Institution. Der Wechsel erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Theater weiterhin sein Ziel verfolgtt: inklusive und innovative Aufführungen auf die Bühne zu bringen.

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Claudia Timpner prägte das THEAS seit 2022 maßgeblich – als künstlerische Leiterin, Schauspielerin und Dozentin in einer Person. Unter ihrer Ägide erweiterte das Theater sein Programm auf etwa 60 bis 70 Vorstellungen pro Jahr, ergänzt durch 20 Kurse. Zudem festigte sie die Verbindung zur Gemeinschaft: Jährlich erreichte das THEAS rund 3.500 Zuschauer:innen und bildete in seiner Theaterschule etwa 300 Teilnehmer:innen aus.

Kornelia Eng-Huniar, ausgebildete Opernsängerin, ist seit 2011 Teil des THEAS-Ensembles. Neben ihren künstlerischen Tätigkeiten unterstützte sie Timpner in administrativen Funktionen und sammelte so Erfahrungen, die nun ihre eigene Intendanz prägen werden. Ihr Debütstück Please (Do Not) Board bricht neues Terrain: Als immersives Erlebnis konzipiert, richtet es sich speziell an sehbehinderte Zuschauer:innen. Die Produktion integriert Live-Audiodeskription, wobei die Erzählerin direkt in das Bühnengeschehen eingebunden ist.

Trotz finanzieller Herausforderungen bleibt das THEAS seinem gesellschaftlichen Auftrag treu. Das Theater balanciert weiterhin zwischen künstlerischem Anspruch und Gemeinschaftsarbeit – und sorgt dafür, dass seine Angebote für vielfältige Zielgruppen zugänglich bleiben.

Mit Eng-Huniars Amtsantritt beginnt für das THEAS ein neues Kapitel. Ihre erste Inszenierung setzt den Ton für einen inklusiven Ansatz. Die jährliche Zahl an Vorstellungen und Kursen wird unter ihrer Leitung fortgeführt. Zwar bleibt die Finanzlage angespannt, doch der Fokus auf Barrierefreiheit und Innovation bleibt unverändert.

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