18 February 2026, 15:27

TH Köln entwickelt sichere Cloud-Alternativen für den Mittelstand mit 1,28 Millionen Euro Förderung

Ein Computerbildschirm mit einer Wolkenabbildung, Text und Zahlen.

TH Köln entwickelt sichere Cloud-Alternativen für den Mittelstand mit 1,28 Millionen Euro Förderung

Neues Forschungsprojekt an der TH Köln: Dezentrale Cloud-Lösungen für mehr Sicherheit und Flexibilität im Mittelstand

Ein neues Forschungsvorhaben an der Technischen Hochschule Köln (TH Köln) widmet sich den Herausforderungen, mit denen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Nutzung von Cloud-Computing konfrontiert sind. Unter dem Namen DREAM entwickelt die Initiative dezentrale Lösungen, die Sicherheit, Datensouveränität und Flexibilität für Betriebe verbessern sollen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 1,28 Millionen Euro gefördert.

Am DREAM-Projekt beteiligen sich neben der TH Köln die HK Business Solutions GmbH, die Justus-Liebig-Universität Gießen sowie die luckycloud GmbH. Die TH Köln übernimmt dabei die Konzeption und Erprobung der technologischen Komponenten, die für dezentrale Datenräume erforderlich sind. Ziel ist es, die Abhängigkeit von großen Cloud-Anbietern zu verringern und Unternehmen die volle Kontrolle über ihre Daten zu ermöglichen.

Prof. Dr. Hoai Viet Nguyen vom Institut für Medien- und Phototechnik der TH Köln betont zwar die Vorteile von Cloud-Diensten – etwa den Fernzugriff auf IT-Ressourcen wie Server, Speicher und Software. Dennoch zögern viele deutsche Unternehmen: Weniger als 40 Prozent nutzen derzeit Cloud-Lösungen, vor allem wegen Bedenken hinsichtlich Datensouveränität und Cybersecurity-Risiken.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung dezentraler Software-Architekturen, die den Datenschutz stärken und die betriebliche Unabhängigkeit fördern. Bis Oktober 2028 plant das Team die Veröffentlichung von Demonstratoren, Leitfäden und Tools – alles kostenfrei zugänglich –, um KMU bei der Einführung sicherer digitaler Dienste zu unterstützen. Prof. Dr. Matthias Böhmer, der das Projekt am Cologne Institute for Digital Ecosystems mitleitet, hebt die Notwendigkeit langfristiger Flexibilität in der Cloud-Nutzung hervor.

Die Ergebnisse des DREAM-Projekts könnten KMU künftig sicherere und anpassungsfähigere Cloud-Lösungen bieten. Mit Bundesförderung und einem klaren Zeitplan zielt die Initiative darauf ab, zentrale Hürden wie Anbieterabhängigkeit und Datenschutzbedenken zu überwinden. Die entwickelten Werkzeuge und Richtlinien stehen Unternehmen offen, die ihre digitale Infrastruktur modernisieren möchten.