11 June 2026, 06:20

Streit um deutsche Grenzkontrollen: Sicherheit oder unnötige Hürde?

NRW-Innenminister Reul verteidigt Grenzkontrollen trotz EU-Kritik

Streit um deutsche Grenzkontrollen: Sicherheit oder unnötige Hürde?

In Deutschland ist eine Debatte über die Grenzkontrollen entbrannt. Während EU-Vertreter deren Abschaffung fordern, verteidigen deutsche Politiker deren Wirksamkeit bei der Eindämmung von Migration und Kriminalität.

Der EU-Migrationskommissar Magnus Brunner hat sich für ein Ende der Binnengrenzkontrollen ausgesprochen. Er argumentiert, die Zahl der Asylanträge sei gesunken, was solche Maßnahmen überflüssig mache. Zudem empfehle das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem, die Kontrollen stattdessen auf die Außengrenzen der EU zu konzentrieren.

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Gregor Golland, der innenpolitische Experte der CDU, lehnt diese Position entschieden ab. Er verweist auf die Erfolge der Grenzkontrollen bei der Reduzierung der Flüchtlingszahlen, der Vollstreckung von Haftbefehlen sowie der Beschlagnahmung von Waffen und Drogen. Auch Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, teilt diese Auffassung und betont, die Kontrollen trügen zur Steuerung der Migration und zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung bei.

Kritik kommt jedoch auch aus Deutschland selbst. Julia Höller, innenpolitische Sprecherin der Grünen, nennt die Kritik der EU-Kommission an der deutschen Politik „peinlich“. Gleichzeitig weist sie auf praktische Nachteile hin, etwa die durch die Kontrollen verursachten langen Verkehrsverzögerungen.

Im Mittelpunkt des Streits steht die Frage, ob die Binnengrenzkontrollen weiterhin gerechtfertigt sind. Deutsche Vertreter heben deren Bedeutung für Sicherheit und Migrationssteuerung hervor, während die EU auf deren Abschaffung drängt – mit Verweis auf die gesunkenen Asylantragszahlen und die Notwendigkeit eines reibungsloseren Verkehrs innerhalb des Binnenmarkts.

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