27 April 2026, 18:28

Strabag wächst kräftig und setzt auf Infrastruktur als Zukunftsthema

Detailierter Konstruktionsplan einer Brücke mit beschrifteten Bauelementen, einschließlich Träger und Seile, aus einer Buchseite.

Strabag wächst kräftig und setzt auf Infrastruktur als Zukunftsthema

Strabag, Europas führendes Bauunternehmen, verzeichnet im ersten Halbjahr 2025 ein kräftiges Wachstum. Der Nettogewinn des Konzerns stieg um vier Prozent auf 94,9 Millionen Euro, während das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 58 Prozent auf 129,4 Millionen Euro kletterte. Bei einer kürzlichen Rede in Wien betonte Vorstandsvorsitzender Stefan Kratochwill zudem den dringenden Bedarf an Infrastrukturinvestitionen.

Der Umsatz des Unternehmens erhöhte sich im ersten Halbjahr 2025 um sieben Prozent auf 8,9 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand erreichte bis Ende Juni 28,4 Milliarden Euro – ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Strabag bleibt damit mit einem Marktanteil von fünf Prozent Österreichs größtes Bauunternehmen und mit zwei Prozent Marktanteil auch führend in Deutschland.

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Kratochwill, der im Februar 2025 die Konzernführung übernahm, unterstrich bei einer Veranstaltung des Clubs der Wirtschaftsjournalisten die Bedeutung der Infrastruktur als "Lebensader einer modernen Wirtschaft". Er warnte, dass vernachlässigte Instandhaltung langfristig deutlich höhere Kosten verursachen werde. Seine Äußerungen fielen zeitlich mit der Ankündigung Österreichs zusammen, in diesem Jahr 9,9 Milliarden Euro – etwa zwei Prozent der Wirtschaftsleistung – in Bundesinfrastruktur zu investieren.

Ein weiteres Highlight war die technische Meisterleistung des Unternehmens auf der deutschen Autobahn A45: Strabag verschob ein 40.000 Tonnen schweres Teilstück der Rinsdorfer Talbrücke um 20 Meter – ohne die 485,5 Meter lange Konstruktion inklusive Pfeiler und Fundamente zu beschädigen. Für solche Projekte investiert das Unternehmen jährlich über 20 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung.

Mit steigenden Gewinnen und einem wachsenden Auftragsvolumen festigt Strabag seine Marktführerschaft in Österreich und Deutschland. Die Ausrichtung auf Innovation und Infrastruktur entspricht den nationalen Investitionstrends. Gleichzeitig beweisen aktuelle Projekte die technische Expertise des Konzerns bei großen baulichen Herausforderungen.

Quelle