Stellantis-Händler fordern schnelle Lösungen gegen sinkende Gewinne und Lieferengpässe
Kunigunde SegebahnStellantis-Händler fordern schnelle Lösungen gegen sinkende Gewinne und Lieferengpässe
Rund 300 Händler der Marken Citroën, DS und Peugeot trafen sich diese Woche in Köln mit Führungskräften des Stellantis-Konzerns. Im Mittelpunkt der Gespräche standen drängende Herausforderungen wie sinkende Gewinne, steigende Kosten und Lieferengpässe. Trotz der Sorgen wurde die Stimmung auf der Konferenz von Branchenvertretern insgesamt als positiv beschrieben.
Die Händler brachten im Verlauf des Treffens mehrere akute Probleme zur Sprache. Die Rentabilität gehe zurück, die Betriebskosten stiegen weiter an, und Teileknappheit belaste das Geschäft. Viele wiesen zudem auf den anhaltenden Wertverlust bestimmter Modelle hin und forderten bessere Wiederverkaufsstrategien, die den Marktbedingungen gerecht werden.
Stellantis kündigte Maßnahmen an, um einige dieser Belastungen zu mildern. Das Unternehmen versprach Verbesserungen im Kundendienst, darunter vereinfachte administrative Abläufe und ein ausgebautes Außendienstteam. Konkrete Liquiditätshilfen sollen ab 2026 greifen und die Profitabilität insgesamt stärken.
Im Vertriebsbereich kündigte Citroën erweiterte Garantien von bis zu acht Jahren für Verbrenner- und Elektrofahrzeuge an. Peugeot präsentierte unterdessen eine kurzfristige Förderaktion für junge Leasingrückläufer, die gemeinsam mit Stellantis Financial Services entwickelt wurde. Alle drei Marken – Citroën, DS und Peugeot – streben bis 2026 höhere Absatzzahlen in Deutschland an, sowohl bei Modellen mit Verbrennungsmotor als auch bei Elektrofahrzeugen.
Die Konferenz endete mit dem Appell der Händler an weitere Veränderungen. Sie fordern schlankere Garantieprozesse, eine bessere Teileverfügbarkeit sowie langfristige Lösungen für Rentabilität und Liquidität. Stellantis signalisierte zwar die Bereitschaft zu Anpassungen, doch viele Maßnahmen werden Zeit bis zur Umsetzung benötigen.






