10 June 2026, 08:23

"Stadtgesellschaft": Solingens neuer Service für Vereine und mehr Sicherheit bei Events

Kandidatin der CDU für das Bürgermeisteramt präsentiert Konzept zur Stärkung von Verbänden und Ehrenämtern

"Stadtgesellschaft": Solingens neuer Service für Vereine und mehr Sicherheit bei Events

In Solingen wird ein neuer städtischer Service namens „Stadtgesellschaft“ vorgeschlagen, der lokale Vereine und Initiativen unterstützen soll. Daniel Flemm, ein zentraler Befürworter des Projekts, ist überzeugt, dass damit Prozesse für Ehrenamtliche vereinfacht und die Sicherheit bei öffentlichen Veranstaltungen verbessert werden können. Der Plan stößt bei lokalen Verantwortlichen sowohl auf Zustimmung als auch auf Bedenken.

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Flemm argumentiert, dass das ehrenamtliche Engagement in Solingen stärker gefördert werden müsse. Er schlägt vor, „Stadtgesellschaft“ als direkte Dienststelle unter der Leitung des Oberbürgermeisters einzurichten. Diese soll als zentrale Anlaufstelle für Vereine fungieren und den Austausch mit mehreren Ämtern überflüssig machen.

Aktuell müssen Veranstalter für Feste und Events mit bis zu sieben verschiedenen Stellen koordinieren. Zudem fordert Flemm, dass die Stadt mobile Absperrungen für mehr Sicherheit bei öffentlichen Zusammenkünften bereitstellt. Der neue Service soll darüber hinaus gezielte Sozialprogramme und Stadtmarketing-Strategien umfassen.

Leonhard von den Steinen, Vorsitzender des „Clubs der Behinderten und ihrer Freunde Solingen“, unterstützt die Idee eines festen Ansprechpartners im Rathaus. Nurten Öztürk, Koordinatorin des „Freien Wohlfahrtsverbands Solingen“, äußert jedoch Zweifel an der Finanzierbarkeit. Sie verweist auf die hohe Verschuldung der Stadt als mögliches Hindernis.

Ziel des Vorschlags ist es, die Unterstützung für lokale Gruppen zu bündeln und die Sicherheit bei Veranstaltungen zu erhöhen. Sollte „Stadtgesellschaft“ umgesetzt werden, würden Dienstleistungen zentralisiert und bürokratische Hürden für Ehrenamtliche abgebaut. Die Debatte dreht sich nun um die Frage, ob sich die Stadt das Projekt leisten kann.

Quelle