Solinger Theaterneubau: Bürgerinitiative fordert Stopp und mehr Transparenz
Ivan SchachtSolinger Theaterneubau: Bürgerinitiative fordert Stopp und mehr Transparenz
Die Debatte um das Solinger Theater- und Konzerthaus ist in den letzten Tagen weiter eskaliert. Die lokale Wählergruppe SG zukunft. hat massive Bedenken gegen den geplanten Neubau geäußert und fordert eine gründlichere Prüfung aller Alternativen. Die Initiative argumentiert, dass zentrale Fragen ungeklärt seien, bevor weitreichende Entscheidungen getroffen werden könnten.
SG zukunft. betont, dass es nicht um Tempo, sondern darum gehe, ob ein Ersatzbau tatsächlich den kulturellen und funktionalen Wert des bestehenden Hauses erreichen könne. Matthias Urban, Sprecher der Gruppe, bezeichnete das Theater- und Konzerthaus als weit mehr als nur ein Gebäude – es habe sich über Jahrzehnte zu einem zentralen kulturellen Mittelpunkt entwickelt.
Die Wählergruppe verweist zudem auf frühere öffentliche Bauprojekte, bei denen Kosten und Zeitpläne regelmäßig aus dem Ruder liefen. Als lokales Beispiel nennen sie die Feuerwehrwache in Ohligs, wo es zu Verzögerungen und Budgetüberschreitungen gekommen sei. SG zukunft. warnt, dass ähnliche Risiken drohten, falls die Pläne ohne ausreichende Prüfung vorangetrieben würden.
Ein weiterer zentraler Kritikpunkt ist die mangelnde Transparenz bei der angekündigten Szenariostudie. Die Gruppe hinterfragt, welche konkreten Erkenntnisse diese liefern solle und ob sie tatsächlich als verlässliche Grundlage für künftige Entscheidungen dienen könne. Zudem weisen sie auf vernachlässigte Aspekte hin, etwa den Verlust erheblicher Parkflächen, sollte ein Neubau realisiert werden.
Über das Gebäude selbst hinaus betont SG zukunft., dass andere lokale Vorhaben Vorrang hätten. Besonders die neue Feuerwehrwache an der Katternberger Straße müsse unbedingt zügig fertiggestellt werden, so die Forderung.
Die Gruppe kritisiert den aktuellen Diskussionsverlauf als voreingenommen und warnt vor einer vorweggenommenen Entscheidung. Stattdessen fordert sie eine offene und ergebnisunvoreingenommene Prüfung aller denkbaren Zukunftsszenarien, bevor konkrete Schritte eingeleitet werden.
Die Auseinandersetzung zeigt keine Anzeichen einer Entspannung. SG zukunft. pocht auf eine umfassende Risiko- und Alternativenbewertung. Solange keine klaren Antworten vorliegen, bleibt die Zukunft des Theater- und Konzerthauses ungewiss. Die Forderungen der Gruppe nach Vorsicht und Transparenz dürften die weiteren Schritte im Prozess maßgeblich prägen.






