Solingens Lutherkirche schließt nach 124 Jahren wegen Geldmangels ihre Pforten
Ivan SchachtSolingens Lutherkirche schließt nach 124 Jahren wegen Geldmangels ihre Pforten
Solingens größte evangelische Kirche wird in den nächsten fünf Jahren ihre Türen schließen. Die historische Lutherkirche, die mit ihren 85 Metern Höhe seit 124 Jahren das Stadtbild prägt, kann als Gotteshaus aus finanziellen Gründen nicht mehr erhalten werden.
Die Entscheidung zur Schließung gab Pastor Christian Menge nach einer Abstimmung des Kirchenvorstands bekannt. Steigende Kosten und schrumpfende Einnahmen ließen der Gemeinde keine tragfähige Alternative. Es ist bereits das zweite Mal innerhalb von etwas mehr als einem Jahrzehnt, dass eine Schließung erwogen wird.
Bereits 2011 hatte die evangelische Kirche erstmals vorgeschlagen, das Gebäude aus denselben Gründen zu schließen. Damals formierte sich schnell eine Spendenaktion, die jährlich fünfstellige Beträge einbrachte, um den Erhalt zu sichern. Doch trotz dieser Bemühungen ist die finanzielle Belastung mittlerweile zu groß geworden.
Der weithin sichtbare, denkmalgeschützte Kirchenbau steht seit 1899 in Solingen. Mit der Schließung enden die regelmäßigen Gottesdienste, während über die langfristige Zukunft des Gebäudes noch nicht entschieden ist.
Die Lutherkirche wird innerhalb der nächsten fünf Jahre keine Gottesdienste mehr abhalten. Die Entscheidung des Kirchenvorstands spiegelt anhaltende finanzielle Schwierigkeiten wider, die selbst durch frühere Spendenaktionen nicht überwunden werden konnten. Was mit dem 124 Jahre alten Wahrzeichen als Nächstes geschieht, bleibt vorerst ungewiss.






