Solingen trauert um Jochen Müller-Stöver – ein Leben für die SPD und die Stadt
Friedl RädelSolingen trauert um Jochen Müller-Stöver – ein Leben für die SPD und die Stadt
Jochen Müller-Stöver, langjähriger SPD-Politiker und prägende Gestalt der Solinger Kommunalpolitik, ist verstorben. Seine Karriere umfasste mehrere Jahrzehnte und hinterlässt tiefe Spuren in den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen und gemeinnützige Projekte der Stadt. Kollegen erinnern sich an ihn als engagierten Pragmatiker, der stets Verantwortung für seine Anliegen übernahm.
Müller-Stöver trat am Neujahrstag 1963 in die SPD ein und begann damit ein lebenslanges Engagement für sozialdemokratische Werte. Im Laufe der Jahre bekleidete er zahlreiche Ämter, darunter den Vorsitz des SPD-Ortsvereins Wald und später des Solinger Stadtverbandes. Seine 15-jährige Amtszeit als Bezirksvorsitzender in Wald machte ihn zu einer prägenden Persönlichkeit der Region.
Als Stadtrat und Bezirksvertreter setzte er sich für eine Politik ein, die auf Gerechtigkeit und Gemeinwohl basierte. Sein medizinischer Hintergrund prägte auch seine Arbeit als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Solinger Städtischen Kliniken, wo er maßgeblichen Einfluss auf gesundheitspolitische Entscheidungen nahm.
Über die Politik hinaus engagierte sich Müller-Stöver für den Erhalt und die Restaurierung der evangelischen Kirche in Wald. Zudem sicherte er die Zukunft des Ittertaler Freibads und bewahrte es so als wichtigen Treffpunkt für die Gemeinschaft. Seine Verdienste im Bildungsbereich waren ebenso bemerkenswert, insbesondere an der Friedrich-Albert-Lange-Gesamtschule, wo sein Wirken über Jahre hinweg nachhallte.
Für sein langjähriges Engagement wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet – eine Würdigung seiner jahrzehntelangen Arbeit für die Stadt und die SPD.
Mit Müller-Stövers Tod entsteht eine Lücke in der politischen und sozialen Landschaft Solingens. Sein Erbe umfasst erhaltene Wahrzeichen, gestärkte öffentliche Einrichtungen und einen nachhaltigen Einfluss auf die lokale Bildung. Die SPD verliert mit ihm einen grundsatzfesten Politiker, dessen Wirken die Stadt über Generationen hinweg geprägt hat.