18 March 2026, 00:37

Solingen sucht Lösungen für Obdachlose unter der Ohligser Unterführung bei Eiseskälte

Ein Plakat mit der Aufschrift "Brauchen die Armen die Hilfe ihrer Kinder?" mit Bildern.

Solingen sucht Lösungen für Obdachlose unter der Ohligser Unterführung bei Eiseskälte

In Solingen nimmt die Debatte über Obdachlosigkeit an Fahrt auf – und führt zu Forderungen nach schnellem Handeln. Bezirksbürgermeister Marc Westkämper betont vor einer entscheidenden Ratssitzung die Notwendigkeit von Dialog und gemeinsamen Lösungen. Im Mittelpunkt steht die Situation von Menschen, die unter der Ohligser Unterführung bei eisigen Wintertemperaturen campieren.

Westkämper weist Vorwürfe zurück, er unterstütze einen CDU-Antrag, der auch von der rechtspopulistischen AfD mitgetragen werde. Stattdessen pocht er auf die Zusammenarbeit mit allen Fraktionen, um praktische Wege zu finden, Obdachlosen zu helfen – ohne dabei die Sorgen der Anwohner aus den Augen zu verlieren. Für ihn gibt es keinen Widerspruch zwischen der Unterstützung Bedürftiger und der Berücksichtigung der Bedenken von Anwohnern und Pendlern.

Die CDU-Fraktion hat alle Parteien zu einer Gesprächsrunde am 19. Februar eingeladen. Dies geschieht im Vorfeld der Sitzung des Bezirksrates Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid am 23. Februar, in der eine gemeinsame Strategie beraten werden soll. Westkämper hofft, dass die Gespräche zu konkreten Schritten führen, um die Lebensbedingungen unter der Unterführung zu verbessern.

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Offizielle Zahlen, wie viele Menschen derzeit unter der Ohligser Unterführung leben, gibt es nicht. Doch Westkämper argumentiert, der Bezirksrat sei zum Handeln verpflichtet – besonders bei minusgradigen Temperaturen. Er stellt die Frage als gemeinsame Verantwortung dar und mahnt eine kollektive Anstrengung an, um zu verhindern, dass Menschen den harten Winterbedingungen schutzlos ausgesetzt sind.

Die anstehenden Treffen sollen die verschiedenen Fraktionen zusammenbringen, um tragfähige Lösungen zu erarbeiten. Westkämpers Fokus bleibt darauf gerichtet, die Unterstützung für Obdachlose mit den Anliegen der Anwohner in Einklang zu bringen. Eine endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen wird nach der Ratssitzung am 23. Februar erwartet.

AKTUALISIERUNG

Misslungener Kompromiss und politischer Stillstand in der Diskussion um Obdachlosigkeit in Solingen

Die Spannungen im Zusammenhang mit der Obdachlosigkeit in der Ohligser Unterführung haben sich nach einem misslungenen Kompromissversuch am 23. Februar verschärft. Wichtige Entwicklungen sind:

  • CDU und SG Zukunft haben keine Mehrheit, um ohne AfD-Unterstützung strenge Straßenregelungen zu verabschieden, was Kritiker als unvereinbar mit den Werten von Ohligs betrachten.
  • SPD und Grüne haben den Vorschlag abgelehnt, wobei Grüne Bezirksbürgermeister Westkämper vorwerfen, dass er sich weigert, zu verhandeln.
  • Die Bezirksvertretung wird sich erneut mit dem Patt auseinandersetzen, wobei kein klarer Weg für eine Balance zwischen Hilfe und öffentlicher Ordnung in Sicht ist.