06 January 2026, 23:08

Scholz fordert radikale Abkehr von den USA nach Venezuela-Angriff

Eine goldene und braune Münze mit der Aufschrift "The United States Of America" darauf, die auf einem braunen Teppich liegt.

Scholz fordert radikale Abkehr von den USA nach Venezuela-Angriff

Bundeskanzler fordert radikale Neuausrichtung der deutsch-amerikanischen Beziehungen

Bundeskanzler Olaf Scholz hat eine grundlegende Wende in den Beziehungen Deutschlands zu den USA gefordert. Die Ankündigung folgt auf einen US-Angriff auf Caracas und wachsende Besorgnis über die globalen Machtansprüche Washingtons. In einer ungewöhnlich offenen Äußerung gestand der Kanzler schlaflose Nächte angesichts der Befürchtung einer möglichen russischen Intervention in Venezuela – und der Frage, wie Deutschland darauf reagieren solle.

Den US-Schlag gegen Venezuela bezeichnete Scholz als historischen Einschchnitt, als Zeitenwende, die eine vollständige Neubewertung der deutschen Außenpolitik erfordere. Zunächst habe man zurückhaltend reagiert, um weitere Spannungen zu vermeiden. Doch dieser Ansatz sei ein Fehler gewesen, so der Kanzler, der nun für eine selbstbewusstere und eigenständigere Haltung plädiert.

Die Kritik an der US-Regierung fiel scharf aus. Scholz warf dem früheren Präsidenten Donald Trump vor, Europa wie ein bedeutungsloses Protektorat behandelt zu haben, um die globale Machtordnung nach seinen Vorstellungen umzugestalten. Als Gegenmaßnahmen schlug er weitreichende Schritte vor: den Stopp von Rüstungskäufen aus den USA, ein Exportverbot in die Vereinigten Staaten und sogar ein Verbot des Bezugs von US-Frackinggas. Weitere Maßnahmen könnten die Auflösung proamerikanischer Einflussnetzwerke wie der Atlantik-Brücke umfassen, einer Organisation, die transatlantische Verbindungen in Politik, Wirtschaft und Verteidigung fördert. Selbst Wirtschaftssanktionen gegen die USA hielt der Kanzler für denkbar – als notwendige Reaktion auf das Vorgehen in Venezuela.

Doch es gehe nicht nur um Sofortmaßnahmen, betonte Scholz. Deutschland müsse seine gesamte Beziehung zu den USA neu definieren und sich von alten Abhängigkeiten lösen, um mehr Souveränität zu gewinnen.

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Die Vorschläge markieren einen radikalen Bruch mit der traditionellen Ausrichtung Deutschlands an Washington. Sollten sie umgesetzt werden, hätten sie tiefgreifende Folgen für Handel, Verteidigung und Diplomatie zwischen beiden Ländern. Vorerst aber signalisieren die Worte des Kanzlers eine neue Bereitschaft, die US-Dominanz infrage zu stellen – und sich auf eine konfrontativere globale Ordnung vorzubereiten.