19 March 2026, 12:33

S-Bahn Köln–Bergisch Gladbach wird für 85 Millionen Euro modernisiert

S-Bahn Stuttgart-Schriftzug an einer Bahnhofswand über einer Plattform mit Deckenleuchten und Gegenständen links.

S-Bahn Köln–Bergisch Gladbach wird für 85 Millionen Euro modernisiert

Große Modernisierung der S-Bahn-Strecke zwischen Köln und Bergisch Gladbach

Ab dem 10. April 2026 stehen auf der S-Bahn-Strecke zwischen Köln und Bergisch Gladbach umfangreiche Modernisierungsarbeiten an. Die Deutsche Bahn (DB) wird die Signaltechnik entlang der stark frequentierten Pendlerstrecke für 85 Millionen Euro erneuern. Ziel des Projekts ist es, die Zuverlässigkeit zu erhöhen und den Weg für zukünftige digitale Zugsteuerungstechnologien zu ebnen.

Die erste Bauphase läuft vom 10. April bis zum 3. Juli 2026, mit zusätzlichen Nachtarbeiten zwischen dem 7. August und dem 4. September. Während dieser Zeit ersetzen Busse die S11-Züge. Um Pendlerinnen und Pendler zwischen den beiden Städten zu unterstützen, wird ein temporäres Fahrradleihsystem namens S11-Bike eingerichtet. Zudem wird ab dem 10. April eine provisorische Radpendlerroute, die "Bike Commuter Route 2", zwischen Bergisch Gladbach und Köln ausgewiesen.

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Weitere Sperrungen sind für 2027 geplant: Vom 7. bis 14. Mai wird die Strecke eine ganze Woche lang komplett gesperrt, gefolgt von einer dreimonatigen Vollsperrung vom 9. Juli bis zum 15. Oktober. Diese Maßnahmen sind notwendig, um moderne digitale Signalsysteme und zusätzliche Weichen zu installieren, die die Betriebszuverlässigkeit verbessern sollen.

Zu den Modernisierungen gehört auch ein neues Stellwerk in der Nähe des Bahnhofs Köln-Mülheim, das den künftigen Ausbau des europäischen Zugsicherungssystems (ETCS) unterstützen soll. Zwar wird ETCS im Rahmen der aktuellen Sanierung in Köln-Mülheim noch nicht eingeführt, doch der Abschnitt zwischen Köln-Mülheim und Opladen soll die Technologie voraussichtlich ab 2029 erhalten. Langfristig könnte dies die Kapazität und Sicherheit auf der S-Bahn-Strecke nach Bergisch Gladbach steigern, indem die Zugsteuerung effizienter wird.

Die DB InfraGO setzt für die erste Phase der Stellwerksmodernisierung ein beschleunigtes Verfahren ein. Die Investitionen unterstreichen die Bedeutung der Strecke als zentrale Pendlerverbindung in der Region.

Die Bauarbeiten werden zwar kurzfristig zu Einschränkungen führen, legen aber den Grundstein für langfristige Verbesserungen. Nach Abschluss der Modernisierung werden die erneuerte Signaltechnik und die spätere Einführung von ETCS einen effizienteren und zuverlässigeren Zugbetrieb zwischen Köln und Bergisch Gladbach ermöglichen. Während der Bauphase profitieren Pendler zudem von Alternativen wie dem Fahrradleihsystem.

Quelle