RWE baut 86,5 Megawatt Solarstrom im Rheinischen Revier aus
RWE baut seine Erneuerbare-Energien-Präsenz im rheinischen Braunkohlerevier aus. Das Unternehmen plant den Bau mehrerer Solarparks mit einer kombinierten Leistung von 86,5 Megawatt. Die Projekte sind Teil eines umfassenderen Vorhabens, in der Region mindestens 500 Megawatt neue Solar- und Windkraftkapazitäten zu entwickeln.
Die neuen Solarparks entstehen östlich und westlich der Autobahn A44n zwischen Bedburg und Jüchen. Sie werden auf dem Gelände des ehemaligen Tagebaus Garzweiler errichtet. Wie Lars Kulik, Vorstandsmitglied von RWE Power, mitteilte, nutzen die Anlagen rekultivierte Flächen und schließen an die bestehende Netzinfrastruktur des Tagebaus Garzweiler an.
RWE betreibt in der Region bereits sieben Solarparks, von denen vier über Batteriespeichersysteme verfügen. Eine Demonstrationsanlage erprobt zudem Agri-Photovoltaik – eine Methode, die Landwirtschaft mit Solarstromerzeugung verbindet. Das Unternehmen strebt an, alle neuen Solarprojekte noch in diesem Jahr ans Netz zu bringen.
Katja Wünschel, CEO von RWE Renewables Europe & Australia, betonte, dass projektnah an Autobahnen oft von schnelleren Genehmigungsverfahren und größerer öffentlicher Akzeptanz profitieren. Gleichzeitig klärte ein kürzlich abgeschlossenes Beratungsverfahren, dass Netzbetreiber nicht verpflichtet sind, Kunden über den Voll-Einspeise-Bonus nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2023 zu informieren.
Die neuen Solarparks erhöhen die Kapazität von RWE im Rheinischen Revier um 86,5 Megawatt und markieren einen Schritt in Richtung des Unternehmensziels von 500 Megawatt neuer Erneuerbarer Energien in der Region. Die Bauarbeiten auf rekultivierten Flächen und die Anbindung an bestehende Netzverbindungen werden die Umsetzung der Projekte beschleunigen.
