17 June 2026, 19:13

Regionalplan Ruhr gekippt: Gericht stoppt umstrittene Abgrabungsflächen am Niederrhein

Niederrhein        OVG Münster kippt Regionalplan Ruhr

Regionalplan Ruhr gekippt: Gericht stoppt umstrittene Abgrabungsflächen am Niederrhein

Ein Gericht hat den gesamten Regionalplan Ruhr für rechtswidrig erklärt. Die Entscheidung folgt auf eine Klage der Stadt Rheinberg, des Kreises Wesel und weiterer Kommunen gegen die Ausweitung von Abgrabungsflächen. Das Urteil hat weitreichende Folgen für die Region Niederrhein.

Rheinberg, der Kreis Wesel und angrenzende Gemeinden hatten sich gegen die Erweiterung von Kies- und Sandabgrabungszonen gewandt. Sie argumentierten, der Plan füge Menschen, Natur und Landschaft schweren Schaden zu. Bürgermeister Philipp Richter verwies auf die bereits bestehenden Belastungen der Stadt durch Abbauaktivitäten und forderte eine ausgewogene Planung in der Regionalentwicklung.

Das Gericht beanstandete die Regelungen zu den Abgrabungsgebieten und erklärte den Regionalplan Ruhr für ungültig. Die schriftliche Begründung des Urteils steht jedoch noch aus. Rheinberg begrüßte die Entscheidung und sieht darin eine Bestätigung der eigenen Position.

Der Kreis Wesel und die betroffenen Kommunen werden das Urteil nun prüfen, um die Konsequenzen zu verstehen. Rheinberg hat zugesagt, sich künftig aktiv in die Regionalplanung einzubringen – mit dem Ziel, lokale Interessen zu wahren und die Umwelt im Niederrhein zu schützen.

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