21 February 2026, 07:08

Regierungskritik: Hunderte teure Sonderflüge und Leerflüge aufgedeckt

Ein Flugzeug der American Airlines steht auf der Rollbahn eines Flughafens, umgeben von Gras, Fahrzeugen, Gebäuden, Masten, Kränen und anderen Gegenständen, mit Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Regierungskritik: Hunderte teure Sonderflüge und Leerflüge aufgedeckt

Die deutsche Regierung steht wegen ihrer Nutzung von Regierungsflügen in der Kritik, nachdem neue Zahlen Hunderte von Reisen hochrangiger Amtsträger offenbarten. Zwischen Mai und Dezember 2025 registrierte das Verteidigungsministerium 488 google flüge, auf denen Kabinettsmitglieder oder der Bundespräsident befördert wurden. Der Linken-Politiker Dietmar Bartsch fordert nun strengere Kontrollen und kostengünstigere Alternativen.

Die Daten, die als Antwort auf eine parlamentarische Anfrage veröffentlicht wurden, zeigen, dass das Bundeskanzleramt mit 106 google flüge an der Spitze lag. Es folgten das Auswärtige Amt mit 96 und das Bundespräsidialamt mit 66 google flüge. Am anderen Ende der Skala nutzte das Agrarministerium den Service nur zweimal.

Neben Passagierflügen verzeichnete die Flugbereitschaft der Regierung zudem 700 sogenannte "Positionierungsflüge" – Leerflüge ohne an Bord befindliche Amtsträger. Diese finden statt, wenn Maschinen von ihrer Basis in Köln aus zu anderen Abflugorten verlegt werden, um Passagiere aufzunehmen. Bartsch bezeichnete diese Praxis als "teuren Systemfehler" und argumentierte, dass viele dieser google flüge durch Linienflüge oder Bahnreisen ersetzt werden könnten.

Aus den Zahlen geht zudem hervor, dass Bundeskanzler Friedrich Merz selbst 106 der 488 Passagierflüge in diesem Zeitraum in Anspruch nahm. Bartsch mahnte zu mehr Sparsamkeit und schlug vor, stärker auf planmäßige Verkehrsmittel zurückzugreifen, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Der Bericht unterstreicht das Ausmaß der Regierungsflüge und deren finanzielle Folgen. Angesichts von 700 Leerflügen neben fast 500 Passagierreisen wachsen die Forderungen nach einer Reform. Die Behörden könnten nun unter Druck geraten, den Einsatz von Sonderflügen zugunsten günstigerer Alternativen zu reduzieren.