Phoenix-Engineering-Mitarbeiter kämpfen um Existenz nach monatelangem Lohnausfall
Ivan SchachtPhoenix-Engineering-Mitarbeiter kämpfen um Existenz nach monatelangem Lohnausfall
Beschäftigte von Phoenix Engineering im Rhein-Lahn-Kreis in existenzieller Not nach wochenlang ausbleibender Lohnzahlung
Arbeiter der Firma Phoenix Engineering im Rhein-Lahn-Kreis stehen vor schweren finanziellen Problemen, nachdem sie wochenlang keinen Lohn erhalten haben. Das Unternehmen, das sich auf den Ausbau von Glasfaserkabeln für „Our Green Fiber“ (OGF) spezialisiert hat, hat Insolvenz angemeldet – die Mitarbeiter kämpfen nun darum, ihre grundlegenden Lebenshaltungskosten zu decken.
Die Schwierigkeiten begannen, als Phoenix Engineering trotz eines vereinbarten Bruttostundenlohns von 14 Euro die Gehälter nicht mehr auszahlte. Viele Beschäftigte haben inzwischen Mietschulden in Höhe mehrerer tausend Euro angehäuft, was in Orten wie Vallendar bereits zu Räumungsklagen führte. Vermieter setzen Mieter unter Druck, seit der Arbeitgeber die Wohnkosten nicht mehr übernimmt.
Gegen ein Unternehmen der Glasfaserbranche, das möglicherweise mit Phoenix Engineering in Verbindung steht, läuft zudem ein Strafverfahren. Die betroffenen Arbeiter, die keine staatliche Sozialhilfe in Anspruch nehmen wollen, haben sich an örtliche Vertreter der Linken gewandt, um rechtliche Unterstützung zu erhalten.
Der Insolvenzverwalter hat inzwischen eingelenkt und sichert die Lohnzahlungen über Insolvenzgeld bis Oktober 2025 ab. Als Hauptgründe für den finanziellen Zusammenbruch nannte Phoenix Engineering steigende Zinsen und verschärfte Kreditbedingungen. Zudem machte das Unternehmen die schwierige Marktlage für seine Krise verantwortlich.
Die Beschäftigten hatten im Auftrag von OGF Glasfaserinfrastruktur verlegt. Ihre Vorwürfe umfassen nicht nur ausbleibende Löhne, sondern auch plötzliche Räumungen, durch die viele ihre Wohnung verloren haben. Die Insolvenzverfahren werden nun entscheiden, inwieweit die Arbeiter ihre ausstehenden Gehälter zurückerhalten und ob sie in ihren Wohnungen bleiben können. Rechtliche Schritte und das Insolvenzgeld bieten derzeit die einzige Soforthilfe für die Betroffenen. Der Fall zeigt die weitreichenden Folgen finanzieller Instabilität für Beschäftigte in der Bauwirtschaft auf.






