Ölpreise explodieren nach Israel-USA-Angriff auf den Iran – Sprit wird teurer
Angelo ReuterSteigende Preise: NRW-Minister fordert Abschaffung der Stromsteuer - Ölpreise explodieren nach Israel-USA-Angriff auf den Iran – Sprit wird teurer
Ölpreise schnellen nach israelisch-US-amerikanischen Militäraktion gegen den Iran in die Höhe
Die globalen Ölpreise sind nach den Militäraktion Israels und der USA gegen den Iran Anfang März 2026 stark angestiegen. Der Konflikt, bei dem Irans Staatschef und Ajatollah Ali Chamenei ums Leben kamen, hat die Schifffahrt durch die Straße von Hormus – eine lebenswichtige Route für ein Fünftel des weltweiten Öls – massiv beeinträchtigt. Vor diesem Hintergrund hat Oliver Krischer, Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, dringende Maßnahmen vorgeschlagen, um die Energiekosten zu senken und Deutschlands Abhängigkeit von Ölimporten zu verringern.
Die Zuspitzung des Iran-Konflikts trieb die Ölpreise am 2. März 2026 in die Höhe. Die Nordsee-Sorte Brent stieg um bis zu 13 Prozent und pendelte sich bei 77 US-Dollar pro Barrel ein, während die US-Sorte WTI auf 78,85 US-Dollar kletterte – den höchsten Stand seit Juni 2025. Vor den Angriffen hatten die Preise noch bei etwa 60 US-Dollar gelegen, doch die Störungen trieben sie innerhalb weniger Tage auf über 70 US-Dollar. An den Tankstellen stieg der Preis für Super E10 um 7,3 Cent pro Liter, Diesel um 8,1 Cent, und Heizöl erhöhte sich von unter 100 auf 120 Euro pro 100 Liter. Analysten warnen, dass die Preise bei anhaltenden Blockaden die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel überschreiten könnten – trotz geplanter Fördererhöhungen der OPEC+-Staaten ab April.
Als Reaktion forderte Krischer die Bundesregierung auf, die Stromsteuer für alle Verbraucher auf das EU-Mindestmaß zu senken. Dies würde, so sein Argument, den Umstieg auf Elektroautos und erneuerbare Heizsysteme beschleunigen – langfristige Lösungen gegen hohe Energiekosten. Er kritisierte die Koalition dafür, die Steuer zuvor nur für die Industrie, nicht aber für Haushalte gesenkt zu haben, obwohl dies ursprünglich versprochen worden war. Einen neuen Tankrabatt lehnte Krischer ab und bezeichnete frühere Modelle als wirkungslos und vor allem den Ölproduzenten, nicht den Autofahrern zugutekommend.
Um die Preise zu stabilisieren, schlug er vor, strategisch auf die deutschen Ölreserven zurückzugreifen. Dies würde, so Krischer, Versorgungssicherheit signalisieren, während das Land seine Abhängigkeit von ölproduzierenden autokratischen Regimen verringert. Zudem forderte er eine strengere Kontrolle durch die Kartellbehörden, um übermäßige Preiserhöhungen zu Lasten der Verbraucher zu verhindern. Scharf kritisierte er auch die Pläne der Bundesregierung, das Heizungsgesetz abzuschaffen und den Ausbau erneuerbarer Energien zurückzufahren – Schritte, die seiner Meinung nach die Energieunabhängigkeit untergraben würden.
Der Iran-Konflikt hat die Sprit- und Heizkosten in Deutschland bereits in die Höhe getrieben, und weitere Steigerungen sind möglich, sollten die Lieferengpässe anhalten. Krischers Vorschläge – Steuerentlastungen, Freigabe von Reserven und schärfere Preiskontrollen – zielen darauf ab, die akute Belastung zu mildern und gleichzeitig den langfristigen Ausstieg aus der Ölabhängigkeit voranzutreiben. Die nächsten Schritte der Regierung werden entscheiden, wie schnell Verbraucher und Unternehmen Entlastung erfahren.