NRW setzt auf Überwachungskameras gegen Gewalt im Nahverkehr
Öffentlicher Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen setzt auf mehr Überwachung zur Verbesserung der Sicherheit
In Nordrhein-Westfalen wird der öffentliche Personennahverkehr zunehmend mit Überwachungstechnik ausgerüstet, um wachsenden Sicherheitsbedenken zu begegnen. Allein in Regionalzügen wurden im vergangenen Jahr über 1.300 Bedrohungen und 905 körperliche Angriffe auf Mitarbeiter verzeichnet – ein besorgniserregender Anstieg.
Das Land steht kurz vor dem Abschluss eines Programms, das die Installation von Videokameras in 100 Bahnhöfen vorsieht. Fast alle S-Bahnen und Regionalzüge in NRW sind bereits mit dieser Technik ausgestattet, und künftige Nachrüstungen sollen eine vollständige Abdeckung der gesamten Flotte gewährleisten.
In Düsseldorf verfügen mittlerweile nahezu alle Rheinbahn-Busse über Kameras, während 70 Prozent der Straßenbahnen damit ausgerüstet sind. Neuere Busse überwachen sogar den gesamten Innenraum, um die Sicherheit weiter zu erhöhen.
Im Rheinland laufen derzeit Pilotprojekte, in denen Körperkameras für Mitarbeiter im öffentlichen Nahverkehr getestet werden. Die Geräte haben sich bereits als wirksam erwiesen, um Konflikte zu deeskalieren und Angriffe abschreckend zu verhindern. Zudem prüfen die Behörden den Einsatz von KI-gestützter Echtzeit-Videoanalyse, um potenzielle Gefahren schneller zu erkennen.
Der Ausbau von Kameras und Körperkameras dient dem Schutz von Personal und Fahrgästen. In den kommenden Monaten sollen weitere Systeme nachgerüstet werden, um alle S-Bahnen und Regionalzüge abzudecken. Die Maßnahmen sind eine Reaktion auf den deutlichen Anstieg gewalttätiger Vorfälle im öffentlichen Nahverkehr.
