28 June 2026, 16:23

NRW lockert Regeln für schwimmende Solaranlagen und fördert Agri-Photovoltaik neu

Bundesratsinitiative für mehr schwimmende Photovoltaik

NRW lockert Regeln für schwimmende Solaranlagen und fördert Agri-Photovoltaik neu

Nordrhein-Westfalen hat ein Förderprogramm für Agri-Photovoltaik und schwimmende Solaranlagen wieder eingeführt. Der Schritt erfolgt im Rahmen der Bemühungen des Landes, bundesweite Vorschriften für schwimmende Solarprojekte zu lockern. Behördenvertreter sind überzeugt, dass die geplanten Änderungen erhebliches Potenzial für erneuerbare Energien in der Region erschließen könnten.

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Im Januar hatte der Landesverband Erneuerbare Energien Nordrhein-Westfalen (LEE NRW) dem Umweltminister des Landes, Oliver Krischer, entsprechende Vorschläge unterbreitet. Der Verband forderte Änderungen an Paragraf 36 des Wasserhaushaltsgesetzes, um die aktuellen Einschränkungen zu mildern. Derzeit dürfen schwimmende Solaranlagen maximal 15 Prozent der Wasseroberfläche bedecken und müssen einen 40 Meter breiten Pufferstreifen zum Ufer einhalten.

Das Land hält diese Regelungen für zu starr. Es strebt höhere Bedeckungsgrenzen sowie flexible Ausnahmeregelungen an, die sich an den örtlichen Gegebenheiten der Gewässer orientieren. Ziel ist es, großflächige schwimmende Solarparks zu ermöglichen – insbesondere auf künstlichen oder stark veränderten Gewässern. Nordrhein-Westfalen beherbergt bereits sechs schwimmende Photovoltaik-Anlagen, darunter eine 5,6-Megawatt-Anlage in Bislich.

Minister Krischer hat die Region Niederrhein als besonders geeignet für zukünftige Projekte hervorgehoben. Das Land drängt nun die Bundesregierung, die angepassten Regelungen zu übernehmen, um die Entwicklung zu beschleunigen.

Das wieder eingeführte Förderprogramm unterstützt die umfassenden Bestrebungen des Landes zum Ausbau erneuerbarer Energien. Sollten die bundesweiten Vorschriften geändert werden, könnte Nordrhein-Westfalen einen Zuwachs an schwimmenden Solaranlagen verzeichnen. Dies würde nicht nur die Klimaziele des Landes vorantreiben, sondern auch bisher ungenutzte Wasserflächen sinnvoll nutzen.

Quelle