17 March 2026, 16:36

NRW führt schärfere Regeln gegen Slumwohnungen und skrupellose Vermieter ein

Plakat mit einem hellblauen Hintergrund, das ein zweistöckiges weißes Gebäude mit einem roten Dach und zentrierte fette schwarze Schrift zeigt, die "emprunt national 6% - rentes perpetuelles exemptes impot" liest.

Wie NRW den Missbrauch von Schrottimmobilien stoppt - NRW führt schärfere Regeln gegen Slumwohnungen und skrupellose Vermieter ein

Nordrhein-Westfalen verschärft das Vorgehen gegen Slumwohnungen, illegale Untervermietung und ausbeuterische Vermieter

Mit einem neuen Gesetz will Nordrhein-Westfalen gegen verwahrloste Wohnverhältnisse, illegale Zwischenvermietung und skrupellose Vermieter vorgehen. Das Gesetz für faires Wohnen, das von der Landesregierung beschlossen wurde, könnte bereits im Herbst in Kraft treten. Es ersetzt das Wohnungsstärkungsgesetz von 2021 und führt strengere Strafen für den Missbrauch von Immobilien ein.

Im Fokus stehen kriminelle Vermieter, die von überbelegten, unsicheren oder menschenunwürdigen Wohnbedingungen profitieren. Gegen sie sollen Bußgelder von bis zu 500.000 Euro, Zwangsverwaltung oder sogar Enteignungen verhängt werden. Zudem erhalten die Behörden die Befugnis, vernachlässigte Gebäude zu übernehmen und Treuhänder mit deren Verwaltung zu betrauen.

In betroffenen Gebieten werden eine Meldepflicht für Mietobjekte sowie regelmäßige Qualitätskontrollen eingeführt. Vermieter müssen ein "Fair-Wohnen-Zertifikat" vorweisen, um die Einhaltung der Vorschriften nachzuweisen. Zudem wird die Grenze für genehmigungsfreie Kurzzeitvermietungen von 90 auf 56 Nächte pro Jahr gesenkt.

Rund 20 bis 25 Städte, darunter Duisburg, Gelsenkirchen und Hagen, werden voraussichtlich auf diese verschärften Instrumente angewiesen sein. Das Gesetz zielt auch darauf ab, Sozialbetrug aufzudecken, indem der Datenaustausch zwischen Behörden verbessert wird. Ausbeuterische Praktiken – wie die Übervorteilung von Arbeitnehmern durch überteuerte Mieten für marode Wohnungen – werden vollständig verboten.

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Das Gesetz für faires Wohnen löst ältere Regelungen ab und führt härtere Konsequenzen bei Verstößen im Wohnungswesen ein. Kommunen werden strengere Kontrollen durchsetzen, wobei Inspektionen und Zertifizierungen zum Standard werden. Ziel des Gesetzes ist es, die Wohnbedingungen zu verbessern und Schlupflöcher zu schließen, die skrupellose Vermieter bisher ausnutzen.

Quelle