NRW 2050: Warum eine halbe Million Einwohner fehlen werden – und wer noch wächst
Friedl RädelPrognose: Sauerland verliert Einwohner, Rheinland gewinnt - NRW 2050: Warum eine halbe Million Einwohner fehlen werden – und wer noch wächst
Nordrhein-Westfalen (NRW) steht vor ungleichen Bevölkerungsveränderungen in den kommenden drei Jahrzehnten. Während einige Gebiete im Rheinland noch Wachstum verzeichnen könnten, werden viele ländliche und ehemalige Industrieregionen schrumpfen. Bis 2050 könnte das Land eine halbe Million Einwohner verlieren, mit weiteren Rückgängen bis 2070.
Nur zehn Kreise und kreisfreie Städte in NRW werden bis 2050 ein Bevölkerungsplus erwarten. Besonders sticht Heinsberg hervor, wo ein Anstieg von 4,7 Prozent prognostiziert wird. Auch andere Teile des Rheinlands könnten leichte Zuwächse verzeichnen.
Dagegen stehen ländliche Regionen in Ost- und Südwestfalen vor einem langfristigen Rückgang. Der Kreis Olpe könnte um 12,3 Prozent schrumpfen, der Märkische Kreis sogar um 12,5 Prozent. Auch Höxter und der Hochsauerlandkreis müssen mit Bevölkerungsverlusten rechnen – um 9,3 bzw. 9,6 Prozent.
Das Ruhrgebiet, einst das industrielle Zentrum Deutschlands, wird voraussichtlich einen Rückgang von etwa fünf Prozent erleben. Insgesamt könnte die Einwohnerzahl NRWs bis 2050 um eine halbe Million sinken, bis 2070 sogar um eine Million.
Diese Verschiebungen werden die demografische Landschaft NRWs bis zur Mitte des Jahrhunderts prägen. Während einige Kreise wachsen, wird der Großteil der ländlichen und ehemaligen Industrieregionen schrumpfen. Die Folgen werden sich auf lokale Dienstleistungen, die Infrastruktur und die wirtschaftliche Planung im gesamten Land auswirken.






