06 January 2026, 15:35

NIS2-Richtlinie: Neue Cybersicherheitspflichten für 30.000 Unternehmen – kostenlose Hilfen starten

Schüler in Schuluniformen bedienen Computer vor einer Tafel.

NIS2-Richtlinie: Neue Cybersicherheitspflichten für 30.000 Unternehmen – kostenlose Hilfen starten

Rund 30.000 Unternehmen aus 18 Schlüsselsektoren müssen nun strengere Cybersicherheitsvorschriften nach der aktualisierten NIS2-Richtlinie der EU einhalten. Die neuen Regelungen, die in Deutschland seit Januar in Kraft sind, betreffen auch viele kleine und mittlere Betriebe. Um sie bei der Umsetzung zu unterstützen, hat der Software Innovation Campus Paderborn (SICP) zwei Förderprogramme ins Leben gerufen: KMU.kompetent.sicher und FitNIS2.

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Die NIS2-Richtlinie richtet sich an Unternehmen in kritischen Bereichen wie Energie, Gesundheit, Verkehr und Logistik. In Deutschland gelten etwa 29.500 Betriebe aufgrund ihrer Größe, ihres Umsatzes oder ihrer Branche als "wichtige" oder "besonders wichtige" Einrichtungen. Selbst kleinere Unternehmen, etwa KRITIS-Betreiber oder Telekommunikationsanbieter, müssen die Vorgaben unabhängig von Mitarbeiterzahl oder Umsatz erfüllen.

Zur Orientierung bietet KMU.kompetent.sicher eine E-Learning-Plattform (kmu-kompetent-sicher.de) mit kurzen, praxisnahen Lektionen und Beispielen aus der Realität. Das mit rund einer Million Euro geförderte Projekt läuft bis 2027. Parallel hilft der FitNIS2-Navigator (fitnis2.de) Unternehmen zu prüfen, ob sie unter die NIS2 fallen, ihren aktuellen Compliance-Stand zu bewerten und maßgeschneiderte Empfehlungen zu erhalten. Beide Initiativen werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt. Zudem können KMU den NIS2-Betroffenheitscheck des BSI nutzen – ein Fragebogen-Tool zur Selbsteinschätzung. Ab 2026 wird die Registrierung über Mein Unternehmenskonto (MUK) und das BSI-Portal verpflichtend. Unternehmen müssen dann Risikomanagement, Vorfallsmeldungen und Lieferkettenabsicherung umsetzen, um die neuen Standards zu erfüllen.

Die NIS2-Richtlinie bringt verschärfte Cybersicherheitsauflagen für tausende deutsche Unternehmen mit sich. Mit den SICP-Programmen erhalten Betriebe nun kostenlose Tools und Schulungen, um die Compliance-Fristen einzuhalten. Der nächste wichtige Schritt ist die ab 2026 verpflichtende Registrierung.