03 March 2026, 16:45

Neuer Präsident für Oberverwaltungsgericht Münster nach jahrelanger Vakanz ernannt

Eine Gruppe von neun Personen in schwarzen Roben, die Richter des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten, sitzen und lächeln in einem Gerichtssaal mit Flaggen, gerahmten Fotos, Deckenleuchten und einem Tisch mit Büchern auf der rechten Seite.

Nach Machtkampf um OVG-Spitze: Günther offiziell im Amt - Neuer Präsident für Oberverwaltungsgericht Münster nach jahrelanger Vakanz ernannt

Carsten Günther hat das Amt des Präsidenten des Oberverwaltungsgerichts Münster übernommen und damit eine Führungslücke geschlossen, die sich über vier Jahre erstreckte. Seine Ernennung folgte auf einen langwierigen Streit, an dem mehrere Gerichte und eine parlamentarische Anfrage beteiligt waren, was den Prozess erheblich verzögerte.

Die Vakanz begann 2021, als Ricarda Brandts von ihrem Posten zurücktrat. Bis zu Günthers Amtsantritt leiteten zwei Vizepräsidenten das Gericht und bearbeiteten bedeutende Fälle, darunter die Klage gegen die Einstufung der AfD durch das Bundesamt für Verfassungsschutz.

Vor dieser Position war Günther von 2009 bis 2013 als Richter am Oberverwaltungsgericht Münster tätig. Seine Karriere umfasst zudem Stationen am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig und am Verwaltungsgericht Düsseldorf. Darüber hinaus absolvierte er Abordnungen im Bundesjustizministerium, in der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen sowie im NRW-Justizministerium.

Offiziell trat Günther im Sommer 2023 sein Amt an. Es gibt keine öffentlichen Hinweise darauf, dass seine Ernennung Einfluss auf laufende Verfahren im Zusammenhang mit der Einstufung der AfD durch den Verfassungsschutz hat.

Das Gericht hat nun nach Jahren der Unsicherheit eine dauerhafte Führungspersönlichkeit. Günthers umfangreiche richterliche Erfahrung und sein verwaltungstechnisches Know-how füllen eine lang bestehende Lücke. Seine Rolle wird entscheidend sein, um künftige hochkarätige Verfahren zu begleiten.