04 February 2026, 21:18

Neue Leitlinien: PSA-Test revolutioniert die Prostatakrebs-Früherkennung bei Männern

Ein Kreisdiagramm mit blauen und orangen Abschnitten auf einem weißen Hintergrund, jeweils mit der Anzahl der Menschen, die mit Krebs diagnostiziert wurden.

Wann sollten Sie dringend einen Urologen aufsuchen - Neue Leitlinien: PSA-Test revolutioniert die Prostatakrebs-Früherkennung bei Männern

Prostatakrebs bleibt die häufigste Krebserkrankung bei Männern und ist gleichzeitig die zweit tödlichste. Dennoch meiden viele die Vorsorgeuntersuchung – oft aus Unbehagen vor den herkömmlichen Methoden. Neue Leitlinien empfehlen nun den PSA-Test als primäre Methode zur Früherkennung.

Der Test auf prostataspezifisches Antigen (PSA) hat die körperliche Untersuchung als ersten Schritt der Vorsorge abgelöst. Ärzte raten Männern, ab Mitte 40 mit den Tests zu beginnen, um einen Basiswert zu ermitteln und das individuelle Risiko einzuschätzen. Liegt der PSA-Wert bei 1,5 oder darunter, reicht eine erneute Kontrolle nach fünf Jahren; bei Werten zwischen 1,5 und 3 sind alle zwei Jahre Nachuntersuchungen nötig.

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Erhöhte PSA-Werte – über 3 oder ein rascher Anstieg – können auf Prostatakrebs hindeuten. Krebs im Frühstadium in Blase, Nieren oder Hoden zeigt oft keine Symptome, weshalb regelmäßige Kontrollen entscheidend sind. Wenn Beschwerden auftreten, hat sich die Erkrankung möglicherweise bereits ausgebreitet.

Trotz der Risiken lässt sich laut Deutscher Krebshilfe nur etwa jeder sechste Mann (rund 17 Prozent) regelmäßig vom Urologen untersuchen. Viele scheuen die Vorsorge weiterhin wegen der invasiven älteren Methoden. 2023 wurden in Deutschland 79.600 neue Prostatakrebsfälle registriert, doch wie viele Männer sich im selben Jahr einem PSA-Test unterzogen, ist nicht dokumentiert.

Der Wechsel zum PSA-Test soll die Früherkennungsrate verbessern. Männern wird nun geraten, früher mit den Screenings zu beginnen und ihre Werte langfristig zu überwachen. Diese Änderung könnte helfen, Tumore zu erkennen, bevor Symptome auftreten und die Behandlung schwieriger wird.