Neue Hoffnung im ungelösten Mordfall Seçkin Çağlar nach 35 Jahren Schweigen
Ivan SchachtMord an Teenager vor 35 Jahren: Köln-Kalter Fall im TV - Neue Hoffnung im ungelösten Mordfall Seçkin Çağlar nach 35 Jahren Schweigen
Ein seit 35 Jahren ungelöster Mordfall rückt diesen Monat wieder in den Fokus des deutschen Fernsehens. Die Ermordung der 16-jährigen Seçkin Çağlar in Köln-Poll ist trotz jahrzehntelanger Ermittlungen weiterhin ungeklärt. Die Polizei hofft nun, dass neue öffentliche Aufmerksamkeit zu entscheidenden Hinweisen führt.
Seçkin Çağlar wurde im Oktober 1991 auf dem Heimweg nach dem Aussteigen aus einer Straßenbahn ermordet. Ihr Körper wurde am folgenden Tag in der Nähe einer Haltestelle im Stadtteil Poll entdeckt. Die Ermittler bestätigten, dass sie sexuell missbraucht und erwürgt worden war.
Der Fall wurde 2023 von der Cold-Case-Ermittlungsgruppe der Kölner Polizei wiederaufgenommen. Im Rahmen der neuen Untersuchungen wurden Hunderte Männer mit Bezug zum Stadtteil Poll aufgefordert, DNA-Proben abzugeben. Die Massentestung blieb jedoch ohne Treffer.
Jetzt wenden sich die Ermittler an die Öffentlichkeit. Der Fall wird am 25. Februar 2023 in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY … ungelöst vorgestellt. Markus Weber, Leiter der Kölner Cold-Case-Einheit, wird in der Sendung an die Zuschauer appellieren, sich mit Hinweisen zu melden. Die Behörden prüfen zudem weitere ungelöste Morde aus den frühen 1990er-Jahren in der Region, darunter die Tötung von Petra Nohl während des Kölner Karnevals 1988 und den Fall Claudia Ruf aus dem Jahr 1996.
Mit der Ausstrahlung soll erreicht werden, dass Zeugen nach Jahren des Schweigens endlich aussagen. Zwar führte die bisherige DNA-Analyse nicht zu einem Tatverdächtigen, doch die Polizei gibt sich weiter kämpferisch. Die Ermittlungen im Mordfall Seçkin Çağlar laufen weiter – die Beamten rufen jeden, der sachdienliche Informationen hat, auf, sich zu melden.