07 June 2026, 08:28

Lissabons CSD 2025: Tausende protestieren für queere Rechte und Selbstbestimmung

"Kein Schweigen, keine Angst": Etwa 50.000 Menschen marschieren in Lissabon für LGBTI-Rechte

Lissabons CSD 2025: Tausende protestieren für queere Rechte und Selbstbestimmung

Lissabon veranstaltete am Samstag seinen 27. CSD unter dem Motto „Kein Schweigen, keine Angst: Wir existieren und wir wehren uns“

Tausende zogen durch die Straßen der portugiesischen Hauptstadt, als am Samstagabend um 17 Uhr auf dem Marquês-de-Pombal-Platz der 27. LGBTI+-Pride-Marsch begann. Die Demonstration stand einmal mehr für Solidarität und Protest – ein Zeichen der Gemeinschaft und ihrer Unterstützer:innen.

Mit rund 50.000 Teilnehmer:innen in den Jahren 2024 und 2025 zählt die Veranstaltung zu den größten der letzten Jahre. 17 LGBTI+-, feministische und antirassistische Organisationen schlossen sich zusammen, um für Gleichberechtigung und Widerstand gegen wachsende Bedrohungen zu kämpfen.

Politische Rückschritte gefährden Errungenschaften Die Veranstalter:innen warnten, dass sich das politische Klima in Portugal zunehmend gegen queere Menschen und ihre Familien richte. Besonders bedroht ist das Gesetz 38/2018, das die Selbstbestimmung der Geschlechtsidentität schützt und nun möglicherweise gekippt werden soll. Helder Bértolo, einer der Organisatoren, rechnet für 2025 mit noch größeren Teilnehmendenzahlen – angetrieben von der Zunahme an Angriffen auf grundlegende Rechte.

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Auch Politiker:innen äußerten sich besorgt. Joana Mortágua vom Linksblock bezeichnete den Marsch als „bittersüßen Moment“ angesichts der aktuellen Rücknahme hart erkämpfter Freiheiten. Paulo Muacho von der Partei Livre rief zur Teilnahme auf und verwies auf eine radikalisierte Rechte, die gezielt LGBT-Personen ins Visier nehme.

Feier und Widerstand zugleich Der Marsch war zugleich ein Fest und eine kämpferische Antwort auf die wachsenden Herausforderungen. Angesichts steigender Teilnehmerzahlen und eskalierender politischer Spannungen machten Organisator:innen und Aktivist:innen deutlich: Sie werden die errungenen Rechte verteidigen. Die Botschaft der Demonstration war unmissverständlich – Widerstand bleibt im Kampf um Gleichheit unverzichtbar.

Quelle