10 June 2026, 20:28

Komplexe Sprache in Start-up-Pitches erhöht die Finanzierungschancen deutlich

Einfache Sprache verringert Chancen von Start-ups

Komplexe Sprache in Start-up-Pitches erhöht die Finanzierungschancen deutlich

Eine neue Studie deutscher Forscher deutet darauf hin, dass die Verwendung komplexer Sprache in Pitches von Start-ups die Chancen auf Finanzierung verbessern kann. Die Ergebnisse zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen differenzierter Ausdrucksweise und dem Vertrauen von Investoren. Dies könnte die Art und Weise verändern, wie Gründer ihre Präsentationen vorbereiten.

Wissenschaftler der Technischen Universität Dortmund, der Universität Passau und der Technischen Universität München führten die Studie durch. Sie fanden heraus, dass Start-ups, die in ihren Pitches anspruchsvollere Sprache verwendeten, im Schnitt einen Anstieg der Finanzierung um 7,25 Prozent verzeichneten – was etwa 125.000 US-Dollar entspricht.

Besonders ausgeprägt war dieser Effekt bei Gründern mit elitärem akademischem Hintergrund. Investoren scheinen jene zu bevorzugen, die kritisches Denken und die Fähigkeit zur Bewältigung komplexer Zusammenhänge demonstrieren. Als Beispiel für diesen Trend wurde das Fintech-Unternehmen N26 genannt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Studie warnt jedoch vor übertriebener Komplexität. Zu anspruchsvolle Sprache kann Investoren überfordern oder Gründer unentschlossen wirken lassen. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Entrepreneurship Theory and Practice veröffentlicht.

Die Forschung unterstreicht die Vorteile einer ausgefeilten Sprache bei der Kapitalbeschaffung. Gründer mit starkem akademischem Werdegang könnten am meisten von diesem Ansatz profitieren. Dennoch ist Ausgewogenheit entscheidend, um potenzielle Geldgeber nicht zu verprellen.

Quelle