17 June 2026, 19:19

Klimaaktivisten vor Gericht: Flughafen-Proteste mit hohen Kosten und Anklagen

Festgehalten am Flughafen - Aktivisten angeklagt

Klimaaktivisten vor Gericht: Flughafen-Proteste mit hohen Kosten und Anklagen

Landgericht Köln erhält Anklagen gegen Klimaaktivisten nach Protesten am Flughafen Köln/Bonn

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Das Landgericht Köln hat Anklage gegen Klimaaktivisten wegen zweier getrennter Aktionen am Flughafen Köln/Bonn erhoben. Die Vorfälle im Juli und August hatten erhebliche Behinderungen des Flugbetriebs zur Folge. Sechs Personen müssen sich nun wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs verantworten.

Am 24. Juli 2024 sollen fünf Aktivisten sich laut Vorwurf auf eine Startbahn geklebt haben. Dadurch kam der Flugverkehr für drei Stunden zum Erliegen. Der Flughafen beziffert die vorläufigen Schäden aus diesem Vorfall auf etwa 125.000 Euro.

Ein zweiter Protest ereignete sich am 15. August. Dabei hätten sich zwei Personen angeblich an einer Zufahrtsstraße zu einer Startbahn festgesetzt. In der Folge wurde der Flugbetrieb für rund eine Stunde unterbrochen.

Jeder der fünf Beteiligten vom Juli wurde mit etwa 4.100 Euro in Rechnung gestellt. Die beiden Aktivisten vom August müssen mit Forderungen in Höhe von knapp 3.250 Euro pro Person rechnen. Zudem kündigte Eurowings an, Schadensersatz zu verlangen – die Airline beziffert ihre Verluste auf fast 284.000 Euro.

Bisher steht noch nicht fest, ob ein förmliches Verfahren eingeleitet wird. Ein Prozesstermin wurde noch nicht anberaumt. Die sechs Beschuldigten bleiben weiterhin wegen ihrer Rolle bei den beiden Protesten in Untersuchung.

Quelle