15 May 2026, 12:56

Kardinal-Frings-Brücke: 45 Millionen Euro Kosten pro Jahr – und kein Neubau in Sicht

Große Brücke mit Geländern, Pfählen und Laternen, die eine befahrene Autobahn überspannt, mit Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Kardinal-Frings-Brücke: 45 Millionen Euro Kosten pro Jahr – und kein Neubau in Sicht

Die Kardinal-Frings-Brücke belastet die Wirtschaft mit jährlichen Kosten von etwa 45 Millionen Euro – verursacht durch ihre begrenzte Kapazität. Unternehmer und Juristen fordern nun schnellere Lösungen, da der aktuelle Zeitplan für einen Neubau erst 2035 vorsieht.

Täglich passieren rund 3.500 voll beladene Lkw die Brücke, ein Großteil davon aus den nahen Hafengebieten in Neuss und Düsseldorf, wie Sascha Odermatt erklärt. Trotz ihrer zentralen Bedeutung für die Region schreitet der Ersatzbau nur zögerlich voran: Allein für Planung und Vergabeverfahren sind sechs bis acht Jahre eingeplant.

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Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, kritisiert die langsamen Fortschritte scharf. Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf, pflichtet ihm bei und fordert verbindlichere Fristen. Er erwartet noch 2025 Gesetzesentwürfe, die Planungszeiten halbieren und Sanierungen beschleunigen sollen.

Die Rechtsanwälte Dr. Elmar Loer und Dr. Alexander Beutling unterstützen diese Forderungen. Sie plädieren dafür, Planungsphasen auf nur ein Jahr zu verkürzen. Berghausen betont, dass Ersatzprojekte absolute Priorität erhalten müssten – mit einer klaren Obergrenze von einem Jahr für die Umsetzung.

Die Verzögerungen bei der Brücke kosten Unternehmen jährlich Millionen. Sollten die neuen Gesetze bis 2025 in Kraft treten, könnten Planungszeiten tatsächlich halbiert und Bauarbeiten deutlich beschleunigt werden. Bis dahin bleibt der Neubau jedoch erst für 2035 angesetzt.

Quelle