K 2024 in Düsseldorf: Kunststoffbranche zwischen Innovation und globalem Wettbewerb
Friedl RädelChina verkauft deutlich mehr Maschinen für die Kunststoffproduktion - K 2024 in Düsseldorf: Kunststoffbranche zwischen Innovation und globalem Wettbewerb
K 2024: Weltleitmesse für Kunststoffe und Kautschuk öffnet im Oktober in Düsseldorf
Nächsten Monat geht in Düsseldorf die K 2024, die weltweit führende Fachmesse für Kunststoffe und Kautschuk, an den Start. Vom 15. bis 23. Oktober werden rund 3.200 Aussteller und über 180.000 Besucher erwartet. Die Branche steht vor globalen Verschiebungen: Europas Vorreiterrolle bei Hochtechnologie-Maschinen gerät zunehmend unter Druck durch Chinas rasantes Wachstum.
Der europäische Anteil am Weltmarkt für Kunststoff- und Kautschukmaschinen ist auf 43 Prozent gesunken. Allein Deutschland macht etwa die Hälfte davon aus – mit einer Produktionsleistung von 17,7 Milliarden Euro im Jahr 2023. Chinas Marktanteil hingegen kletterte seit dem Jahr 2000 von nur vier auf heute 32 Prozent, angetrieben vor allem durch die Herstellung von Standardmaschinen.
Auch die USA haben an Bedeutung verloren: Ihr Anteil schrumpfte in den vergangenen Jahren von 18 auf sieben Prozent. Europa bleibt zwar führend bei Spitzentechnologie, doch der Wettbewerb wird immer härter.
In Deutschland werden Kunststoffe vor allem für Verpackungen (30 Prozent) genutzt, gefolgt von Bauwesen (24 Prozent) und Automobilindustrie (11 Prozent). Recycelte Materialien, sogenannte Kreislaufkunststoffe, machten im vergangenen Jahr etwa 20 Prozent der Produktion aus – ein Zeichen für wachsende Nachhaltigkeitsbemühungen.
Die K-Messe findet in einer Phase des Umbruchs statt: Die Branche passt sich veränderten Nachfragen und regionalen Machtverschiebungen an. Während Europa bei hochwertigen Lösungen noch die Nase vorn hat, wird die Messe Innovationen und Fortschritte im Recycling in den Fokus rücken. Aussteller und Besucher kommen zusammen, um die neuesten Entwicklungen in einem sich rasant wandelnden Markt zu erkunden.






