24 March 2026, 04:29

IT-Angriff legt Stadtwerke Detmold lahm – Kunden ohne Service und Informationen

Plakat mit "Nationaler Cyber-Range" in fetter weißer Schrift auf blauem Hintergrund, das eine Weltkugel mit mehreren daran angeschlossenen Computern zeigt.

IT-Angriff legt Stadtwerke Detmold lahm – Kunden ohne Service und Informationen

Stadtwerke Detmold von schwerem IT-Angriff getroffen – Systeme seit Montag lahmgelegt

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Seit einem massiven IT-Angriff am frühen Montagmorgen sind die Systeme der Stadtwerke Detmold offline. Auch mehr als zwölf Stunden nach dem Vorfall bleibt das Unternehmen unerreichbar: E-Mails gehen nicht durch, Telefonleitungen sind tot. Kunden haben mit erheblichen Einschränkungen bei wichtigen Onlinediensten zu kämpfen.

Der Angriff traf die digitale Infrastruktur des Versorgers mit voller Wucht. Auf der Startseite der Stadtwerke ist lediglich ein kurzer Hinweis auf einen großflächigen IT-Ausfall zu finden – weitere Erklärungen fehlen. Zahlreiche Dienstleistungen, darunter die Übermittlung von Zählerständen, funktionieren derzeit gar nicht mehr.

Auch die Telefonhotline, einschließlich des Kundenservice, ist ausgefallen, sodass betroffene Nutzer keine Unterstützung erhalten. Die Behörden bestätigten jedoch, dass die Versorgung mit Trinkwasser, Strom, Gas und Fernwärme nicht beeinträchtigt ist. Noch unklar ist, ob Kundendaten kompromittiert wurden.

Die Ermittlungen hat mittlerweile das Landeskriminalamt (LKA) übernommen. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass veraltete Software eine Rolle gespielt haben könnte. Öffentlich zugängliche Systeme nutzten unter anderem PHP-Skripte aus dem Jahr 2013 sowie einen Windows-Server-2003-R2-Aufbau – beide seit Langem ohne Sicherheitsupdates.

Bisher gibt es keine Aussagen des Unternehmens zu Fortschritten bei der Wiederherstellung oder einem Zeitplan für die Rückkehr zum Normalbetrieb. Die Kunden müssen weiterhin mit Beeinträchtigungen leben, während die Untersuchungen andauern.

Der Vorfall hat die Stadtwerke Detmold in eine schwierige Kommunikationslage gebracht. Da zentrale Dienste weiterhin nicht verfügbar sind, liegt der Fokus nun auf der Wiederherstellung der Systeme und der Prüfung möglicher Datenschutzverletzungen. Die Behörden werden voraussichtlich auch untersuchen, inwiefern die veraltete IT-Infrastruktur den Angriff begünstigt hat.

Quelle