06 June 2026, 20:19

Indischer Stahlriese Jindal bietet für Thyssenkrupp-Stahlsparte – und verspricht Milliardeninvestitionen

Angebot aus Indien für Thyssenkrupp Steel

Indischer Stahlriese Jindal bietet für Thyssenkrupp-Stahlsparte – und verspricht Milliardeninvestitionen

Der indische Stahlkonzern Jindal Steel hat ein unverbindliches Angebot für die Übernahme der Stahlsparte von Thyssenkrupp abgegeben. Sollte der Deal genehmigt werden, könnte daraus der größte integrierte und klimafreundliche Stahlerzeuger Europas entstehen. Der Vorstand von Thyssenkrupp prüft nun das Angebot und bewertet dessen wirtschaftliche und ökologische Auswirkungen.

Jindal Steel, eines der größten Stahlunternehmen Indiens, ist in Afrika und Australien aktiv. Das Unternehmen verzeichnete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 12 Milliarden Euro bei einer operativen Gewinnmarge von 22 Prozent. Das Gebot für die Thyssenkrupp-Stahlsparte folgt auf deren eigene Finanzzahlen: Ein Umsatz von 10,7 Milliarden Euro und ein bereinigter operativer Gewinn von 261 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2023/24.

Ursprünglich hatte Thyssenkrupp ein Joint Venture mit dem tschechischen Milliardär Daniel Křetínský geplant, der seinen Anteil auf bis zu 50 Prozent hätte ausbauen können. Doch Jindals Angebot lenkt die Aufmerksamkeit nun in eine andere Richtung. Das Unternehmen hat zusätzliche Investitionen von über 2 Milliarden Euro zugesagt, darunter die Fertigstellung des Direktreduktionswerks (DRI) in Duisburg.

Der Betriebsrat der Thyssenkrupp-Stahlsparte begrüßt das Angebot und verweist auf das Engagement der Eigentümerfamilie für Dialog und Investitionen. Auch die Gewerkschaft IG Metall unterstützt den Deal und bezeichnet ihn als positive Nachricht für die Belegschaft. Arbeitsplatzsicherheit, grüne Transformation und langfristige Wettbewerbsfähigkeit sind zentrale Kriterien, die der Thyssenkrupp-Vorstand bei der Prüfung des Angebots berücksichtigt.

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Bei einer Annahme würde die Übernahme Jindal Steel zu einem der wichtigsten Akteure in der europäischen Stahlproduktion machen. Der Deal hängt davon ab, ob der Thyssenkrupp-Vorstand die wirtschaftlichen, ökologischen und beschäftigungspolitischen Bedingungen billigt. In den kommenden Monaten sind weitere Verhandlungen und eine Due-Diligence-Prüfung zu erwarten.

Quelle