iBlali steigt aus dem Content-Hamsterrad aus – und kehrt zum Zocken zurück
Friedl RädeliBlali steigt aus dem Content-Hamsterrad aus – und kehrt zum Zocken zurück
Viktor "iBlali" Roth, bekannter deutscher YouTuber und Twitch-Streamer, vollzieht einen radikalen Karrierewandel. Nach Jahren der Erschöpfung durch die unablässige Content-Produktion will er sich vom content creator verabschieden und stattdessen wieder aus Leidenschaft zocken. Parallel startet er ein Nebenbusiness, um seine Einnahmen abzusichern.
Jahre lang stand iBlali unter dem wachsenden Druck, gleichzeitig für Twitch und YouTube Inhalte zu produzieren. Der ständige Output nahm ihm die Freude am Streamen und ließ ihn ausbrennen. Seine Entscheidung folgt einem ähnlichen Schritt des deutschen Kollege Rewinside, der kürzlich eine Pause wegen Überlastung ankündigte.
Künftig will iBlali seine Aktivitäten auf zwei Kanäle aufteilen: "iBlali" bleibt dem Gaming-Streaming vorbehalten, während "VIK" Platz für Videoessays bietet. Statt Trends hinterherzujagen, möchte er sich auf Spiele konzentrieren, die ihm wirklich Spaß machen – auch wenn das möglicherweise seine Einnahmen schmälert. Die Verluste hofft er durch Markenkooperationen auszugleichen.
Die Branche hat für deutsche creator in den letzten fünf Jahren eine wechselhafte Entwicklung durchlebt. Während Rewinside mit über fünf Millionen Abonnenten stetig wuchs und sein Portfolio um Twitch und Merchandise erweiterte, brach iBlalis Einkommen nach einer Kontroverse 2021 ein: Nach einer Dämonetisierung und Abonnentenverlusten sank seine Community von über vier auf etwa drei Millionen. Algorithmus-Änderungen, der Aufstieg von TikTok und wirtschaftliche Belastungen wie die Inflation verschärften die Lage zusätzlich.
Um seine Finanzen weiter zu stabilisieren, gründet iBlali nun ein eigenes Schmucklabel. Der Schritt spiegelt einen größeren Trend wider: Immer mehr creator suchen nach alternativen Einnahmequellen, da Werbeeinnahmen sinken und Plattformregeln strenger werden.
Mit seinen Veränderungen will iBlali die Leidenschaft fürs Streamen zurückgewinnen und gleichzeitig seine Zukunft sichern. Indem er auf Spaß setzt und seine Einkommensquellen diversifiziert, hofft er, dem Burnout zu entgehen, das viele the creator trifft. Sein Wandel unterstreicht zudem die wachsende Instabilität in der Online-Content-Branche – getrieben von sich wandelnden Plattformen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.