07 March 2026, 14:27

Hunderte protestieren in Ahaus gegen geplante Castor-Transporte aus Jülich und Berlin

Ein Mann in einem weißen Anzug trägt einen gelben Eimer mit einem radioaktiven Symbol, umgeben von maskierten Personen mit Taschen, mit Gebäuden, Laternenmasten und Fahnen im Hintergrund.

Neuer Protest gegen Castor-Transport von Atommüll in Ahaus - Hunderte protestieren in Ahaus gegen geplante Castor-Transporte aus Jülich und Berlin

Hunderte Demonstranten versammelten sich am Wochenende in Ahaus, um gegen geplante Transporte von radioaktivem Abfall zu protestieren. Im Mittelpunkt der Kundgebung standen anstehende Lieferungen von nuklearem Material aus dem Forschungszentrum Jülich sowie aus Garching und Berlin. Die Veranstalter warnten, dass der erste Abtransport bereits vor Ende März beginnen könnte.

Rund 450 Menschen beteiligten sich an der Protestaktion, die von 58 verschiedenen Gruppen unterstützt wurde. Dazu zählten Anti-Atom-Initiativen, Klimaschutzorganisationen, Kirchen und politische Parteien. Hauptanliegen der Demonstranten ist der geplante Transport von 152 Castor-Behältern vom Forschungszentrum Jülich zum Zwischenlager in Ahaus.

Zusätzlich sind auch Lieferungen aus Garching und Berlin Teil der weiteren Planungen, wobei noch keine genauen Mengen bestätigt wurden. Kritiker hinterfragen die Logik, atomaren Abfall zwischen temporären Lagerstätten zu verlegen, solange es kein Endlager gibt.

Aktivisten befürchten, dass der erste Transport aus Jülich bereits am 26. März starten könnte. Die Demonstration unterstrich den anhaltenden Widerstand gegen die Atommüll-Lagerpolitik in der Region.

Der Protest in Ahaus zeigt die anhaltende Ablehnung von Atomtransporte. Allein aus Jülich sollen 152 Castor-Behälter transportiert werden – weitere Demonstrationen sind daher wahrscheinlich. Das Fehlen eines Endlagers bleibt ein zentraler Streitpunkt für die Aktivisten.

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