18 April 2026, 22:28

Hamm wird zum Logistik-Drehkreuz: Rangierbahnhof bekommt neues Leben

Güterzug fährt auf Schienen neben einer Stadt, mit Strommasten und Kabeln daneben, Gebäuden und Bäumen im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Hamm wird zum Logistik-Drehkreuz: Rangierbahnhof bekommt neues Leben

Ein großes Investitionsvorhaben soll das ehemalige Rangierbahnhofgelände in Hamm in ein modernes Güterverkehrsterminal verwandeln. Die Stadt hat mit der METRANS Deutschland GmbH, einer Tochtergesellschaft der HHLA, eine Absichtserklärung unterzeichnet, um das Gelände im Rahmen des Projekts Multi Hub Westfalen zu entwickeln. Laut Behörden wird dieser Schritt die regionalen Handelsverbindungen stärken und neue wirtschaftliche Chancen eröffnen.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Umwandlung des alten Rangierbahnhofs in ein hochmodernes intermodales Terminal. Die Stärke des Standorts liegt in seinen Anbindungen: direkte Ost-West- und Nord-Süd-Schienenverbindungen, die Nähe zu Seehäfen sowie der Zugang zu Binnenwasserstraßen. Diese Verbindungen machen Hamm zu einem zentralen Knotenpunkt entlang der wichtigsten europäischen Güterverkehrskorridore.

METRANS wird – vorbehaltlich der Zustimmung des Hammer Stadtrats – einen 27-Prozent-Anteil an der Eisenbahnverkehrsgesellschaft mbH (EANG) übernehmen. Die Änderung der Gesellschafterstruktur soll in der ersten Ratssitzung am 3. November zur Abstimmung stehen. Peter Kiss, Vorstandsvorsitzender von METRANS, bestätigte die Pläne des Unternehmens, Hamm als westlichen Drehkreuz innerhalb des europäischen Netzes zu etablieren.

Lokale Verantwortungsträger begrüßen die Investition. Oberbürgermeister Marc Herter bezeichnete sie als "Grundstein für nachhaltiges Wachstum und die Schaffung zukünftiger Arbeitsplätze". Die Infrastruktur des Geländes, das Schiene, Straße und Wasserwege verbindet, biete ideale Voraussetzungen, um die Kapazitäten und Effizienz im Güterverkehr auszubauen.

Die Vereinbarung zwischen Hamm und METRANS markiert einen wichtigen Schritt zur Modernisierung des regionalen Logistiknetzes. Nach der Genehmigung wird das Terminal die Verbindungen zwischen dem industriellen Herz Deutschlands und den wichtigsten europäischen Handelsrouten stärken. Die konkreten Bau- und Betriebspläne werden nach der Entscheidung des Stadtrats Anfang November folgen.

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