"Grüne Senioren" wehren sich gegen Kritik am Ohligs City Ring in Solingen
Angelo Reuter"Grüne Senioren" wehren sich gegen Kritik am Ohligs City Ring in Solingen
Die Gruppe "Grüne Senioren" verteidigt Solingens geplanten Ohligs City Ring gegen Kritik lokaler Vereine
Die "Grünen Senioren" haben sich für den geplanten Ohligs City Ring in Solingen ausgesprochen und damit Kritik von örtlichen Initiativen zurückgewiesen. Ihrer Ansicht nach würden Vorschläge, den Ring zu streichen und die Lennestraße vollständig für Busse zu sperren, ältere Bürgerinnen und Bürger benachteiligen. Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, wie Veränderungen im Verkehrsnetz besonders diejenigen treffen, die auf öffentliche Dienstleistungen angewiesen sind.
In den vergangenen fünf Jahren hat Solingen die Busanbindungen für Senioren in Ohligs deutlich verbessert. Durch den Ausbau der Linie 690 und die Einführung von Rufbussen verkürzten sich die Wartezeiten um 20 Prozent, während die Nutzung um 15 Prozent stieg. Noch vor dem City-Ring-Projekt wurden Alternativen wie E-Bike-Verleih, Senioren-Shuttles oder appbasierte Fahrdienste diskutiert.
Die "Grünen Senioren" widersprechen den Forderungen von drei lokalen Gruppen, die den City Ring ablehnen und eine vollständige Sperrung der Lennestraße für Busse fordern. Sie warnen, dass die Streichung der Haltestelle Ohligs Markt viele ältere Fahrgäste – besonders nach Einkäufen oder mit eingeschränkter Mobilität – zu langen Fußwegen zwingen würde. Für manche sei der Bus unverzichtbar, etwa aus gesundheitlichen Gründen oder wegen knapper Finanzen.
Die Gruppe betont, dass es sich bei der Verkehrsdebatte um eine soziale Frage handle, nicht nur um ein verkehrspolitisches Problem. Sie unterstützt den aktuellen Kompromiss im Solinger Nahverkehrsplan, der den Busverkehr in der Lennestraße reduziert, aber wichtige Verbindungen ins Stadtzentrum erhält. Ihre Position unterstreicht die Notwendigkeit, Mobilitätsänderungen mit den Bedürfnissen aller Altersgruppen in Einklang zu bringen.
Die "Grünen Senioren" bestehen darauf, dass ältere Menschen bei Verkehrsentscheidungen nicht übergangen werden dürfen. Den City-Ring-Plan sehen sie als fairen Mittelweg, der lebenswichtige Busverbindungen bewahrt und gleichzeitig den Verkehr entlastet. Ohne diese Anbindungen hätten viele Senioren Schwierigkeiten, Einkaufsmöglichkeiten, Dienstleistungen oder medizinische Versorgung zu erreichen.






