19 March 2026, 14:41

Vonovia verzeichnet Rekordgewinn 2025 – doch Mietpreise steigen schneller als der Markt

Schwarz-weiß-Architekturzeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dachfirst, beschriftet als erstes Haus in Deutschland, begleitet von detaillierten Strukturplänen und Text.

Vonovia auf Wachstumskurs - Schulden schneller reduzieren - Vonovia verzeichnet Rekordgewinn 2025 – doch Mietpreise steigen schneller als der Markt

Deutschlands größter Vermieter Vonovia verzeichnet starken Gewinnanstieg für 2025

Der Immobilienkonzern Vonovia, Deutschlands größter Wohnungsvermieter, hat für das Jahr 2025 einen deutlichen Gewinnsprung gemeldet. Die gestiegenen Mieteinnahmen und Immobilienverkäufe trieben den Gewinn des Unternehmens in die Höhe. Gleichzeitig stiegen die durchschnittlichen Mieten im gesamten Portfolio um fast 5 % – und damit stärker als im bundesweiten Durchschnitt.

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Die Ergebnisse unterstreichen Vonovias wachsende Vorherrschaft auf dem europäischen Wohnungsmarkt: Mittlerweile verwaltet das Unternehmen rund 570.000 Wohnungen – 2020 waren es noch 430.000.

Die finanzielle Performance von Vonovia verbesserte sich im vergangenen Jahr deutlich. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) stieg um 6,0 % auf 2,8 Milliarden Euro. Auch der Nettogewinn erhöhte sich um 5,3 % auf 1,54 Milliarden Euro.

Treiber des Wachstums waren höhere Mieteinnahmen sowie zusätzliche Erlöse aus Dienstleistungen und Immobilientransaktionen. Bis Ende 2025 wurde der Wert des Unternehmensportfolios auf 84,4 Milliarden Euro taxiert, verteilt auf Deutschland, Schweden und Österreich. Die Aktionäre profitieren von einer Dividendenerhöhung um drei Cent auf 1,25 Euro pro Aktie.

Die Mieten in Vonovias Beständen stiegen schneller als im Landesdurchschnitt. Die durchschnittliche Monatsmiete pro Quadratmeter erreichte 2025 8,38 Euro – ein Anstieg von 4,6 % gegenüber 2024. In begehrten Großstädten wie Berlin, München und Hamburg wurden zwischen 2021 und 2025 jährliche Steigerungen von 5 bis 8 % verzeichnet. Diese Erhöhungen folgten Modernisierungsmaßnahmen und vertraglichen Indexanpassungen, während regulatorische Obergrenzen – wie der inzwischen gekippte Berliner Mietendeckel – kleinere Vermieter stärker einschränkten.

Das Unternehmen expandiert seit Jahren aggressiv. Seit 2020 wuchs Vonovia durch große Übernahmen, darunter die 2021 abgeschlossene Übernahme von Deutsche Wohnen, die rund 112.000 Wohneinheiten – vor allem in Berlin – hinzufügte. Damit festigte das Unternehmen seine Position als größter Wohnimmobilienkonzern Europas, mit deutlichem Abstand zu Konkurrenten wie LEG Immobilien und Grand City Properties.

Der Neubau bleibt ein zentraler Schwerpunkt. Aktuell errichtet Vonovia 4.200 neue Wohnungen und plant, langfristig über 65.000 weitere auf eigenen Grundstücken zu entwickeln. Gleichzeitig will das Unternehmen seine Schulden schneller abbauen als ursprünglich vorgesehen.

Die Mietpreiserhöhungen stoßen jedoch auf Kritik. Der Deutsche Mieterbund warf Vonovia "drastische Mieterhöhungen" vor und forderte strengere Mieterschutzregelungen. Bundesweit stiegen die Durchschnittsmieten 2025 auf 8,19 Euro pro Quadratmeter – fast 4 % mehr als im Vorjahr.

Die jüngsten Zahlen unterstreichen Vonovias finanzielle Stärke und Marktmacht. Durch Übernahmen, Neubauten und Mietanpassungen steigerte das Unternehmen seine Gewinne und Aktionärsrenditen. Mit Plänen zur beschleunigten Schuldenreduzierung und dem Ausbau des Wohnungsbestands dürfte sein Einfluss auf dem europäischen Mietmarkt weiter wachsen.

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