08 June 2026, 12:28

GLS Bank schließt DKP-Konten – Proteste und Vorwürfe der Zensur

Selbstkritik im Aufsichtsrat der Genossenschaftsversammlung

GLS Bank schließt DKP-Konten – Proteste und Vorwürfe der Zensur

GLS Bank gerät nach Kontoschließungen von DKP und Roter Hilfe in die Kritik

Die GLS Bank steht massiv in der Kritik, nachdem sie Konten der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) und der Gefangenenhilfsorganisation Rote Hilfe geschlossen hat. Proteste brachen aus, während Kritiker der Bank politische Voreingenommenheit vorwarfen. Die GLS Bank betonte hingegen, sie habe sich lediglich an rechtliche Vorgaben gehalten.

In einem offenen Brief mit tausenden Unterschriften wurde die Bank aufgefordert, ihre Entscheidung rückgängig zu machen – mit dem Hinweis auf mögliche langfristige Reputationsschäden.

Auslöser der Kontroverse Der Streit begann, als die GLS Bank die Konten der DKP und der Roten Hilfe kündigte. Die Maßnahme löste landesweite Proteste aus, da Aktivisten die Schließungen als politisch motiviert ansahen. Nach öffentlichem Druck wurden die Konten der Roten Hilfe später wieder freigegeben, doch die DKP brach die Zusammenarbeit mit der GLS Bank ab und warf ihr „vorauseilenden Gehorsam“ vor. Die Partei kündigte an, künftig auf öffentliche Sparkassen auszuweichen.

Die GLS Bank wies jede politische Motivation zurück und verwies auf „rechtliche und regulatorische Anforderungen“. Unterdessen verfügte ein Gericht, dass die Sparkasse Göttingen die Konten der Roten Hilfe vorläufig offenhalten muss, bis der Rechtsstreit geklärt ist.

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GLS-Mitgliederversammlung in Bochum: Rückendeckung für den Vorstand Auf der Generalversammlung der GLS Bank in Bochum erhielt der Vorstand mit 676 von 720 anwesenden Mitgliedern eine deutliche Mehrheit. Die Bank führte zudem Gespräche mit betroffenen Kunden und beriet sie, wie sie auffällige Transaktionen vermeiden können. Die Initiative „Stop Debanking“ deckte später auf, dass Aufsichtsbehörden Banken verpflichten, verdächtige Aktivitäten zu melden.

Ebenfalls in Bochum nahm der ehemalige grüne Vizekanzler Robert Habeck während dieser Zeit an einem Nachhaltigkeitsfestival teil – sein Auftritt stand jedoch in keinem Zusammenhang mit dem Bankenstreit.

Forderungen nach Transparenz – und ein klarer Bruch Die GLS Bank bleibt in der Defensive, während Kritiker mehr Transparenz fordern. Die Konten der Roten Hilfe sind vorerst weiterhin nutzbar, doch der Ausstieg der DKP markiert einen deutlichen Bruch. Der Fall zeigt die anhaltenden Spannungen zwischen Finanzregulierung und politischer Freiheit in Deutschland.

Quelle